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Bin ich zu alt für IKEA?

Als ich 2008 in meine erste, eigene Wohnung zog, habe ich direkt einen Großteil meiner Ersparnisse bei IKEA gelassen. Alles, was nicht von IKEA kam, war von Impressionen und sponsored by Mama. 2014 dann der Umzug in eine größere Wohnung und wieder ging es wie selbstverständlich in das blau-gelbe Möbelhaus – diesmal aber schon mit leichtem Bauchweh.
Schrank X hatte ich mittlerweile in den Wohnungen der meisten Studienkolleginnen gesehen, das Kissen Y lugte mir von den Fotos gleich mehrerer Bekannter bei Instagram entgegen. Irgendwie sahen alle (Studenten-)Wohnungen aus, wie frisch aus dem IKEA-Katalog entsprungen.
Per se nichts Schlechtes, da IKEA natürlich nicht fernab der Einrichtungstrends agiert. Aber wenn man plötzlich nur noch in Wohnungen ein- und ausgeht, die alle aus den gleichen Möbeln zusammengeworfen sind, kommt die Frage auf: Will ich das noch? Und ab wann bin ich eigentlich zu alt für IKEA?

Aber im Småland gibt’s ein Bällebad!

Laut einer jüngst erschienenen Studie von earnest kauft man am ehesten im Alter von 24 bei IKEA ein und ist es mit 34 endgültig leid (die Daten beziehen sich allerdings auf die USA). Damit wäre ich früh dran – bin aber im Bekanntenkreis bei Weitem nicht die Erste, die lieber auf Möbel und Deko aus anderen Quellen schielt.
Nur darauf schielen heißt aber auch noch lange nicht, dass ich alle Möbel aus dem Fenster geworfen und stattdessen in Designerstücke und Unikate investiert habe. Schaut man sich Stand Januar 2017 in meiner Wohnung um, sind die big player noch immer BILLY, KALLAX und Co.

zu alt für ikea

Welche Alternativen gibt es?

Fangen wir bescheiden an und widmen uns einmal kurz den noch-immer-nicht-ganz-individuellen Alternativen zu IKEA.

zu alt für ikea

Impressionen

Ich bin ein wahnsinnig großer Fan der Auswahl von Impressionen. Weniger allerdings von ihren Preisen – denn viele der eingekauften Produkte findet man weitaus günstiger mit etwas intensiverer Recherche auch anderswo. Trotzdem: Schon damals bei StudiVZ gab es die Gruppe (bitte an dieser Stelle alle einmal in den Kommentaren unten ihre damalige Lieblingsgruppe nennen!) mit dem Namen „Ich möchte gerne im Impressionen Katalog einziehen.“ Und ja. Zwischen manchen Seiten dort würde ich mich auch ganz wohl fühlen.

maisons

Maisons du monde

Möbel, Deko, Textilien – Maisons du Monde hat eine super Auswahl und das eine oder andere Highlight. Manche Sachen finde ich fürchterlich überteuert, andere wiederum spottbillig – das Konzept dahinter habe ich noch nicht so ganz durchschaut. Etwas ärgerlich finde ich die hohen Lieferkosten. Trotzdem habe ich zumindest die eine oder andere Dekoidee von dort mitgenommen.
(Ich möchte außerdem anmerken, dass ich gerade beim Schreiben dachte „Oh richtig, könnteste mal wieder vorbeischauen – und direkt eine Monsterbestellung von Dekokram über 82,94€ aufgegeben habe. Nun.)

monoqi

MONOQI

Hier wird es direkt deutlich hochpreisiger – dafür kann man bei MONOQI aber auch richtig schöne Stücke und immer wieder neue Designer und Designs entdecken. Nachteil: Man weiß eben nicht, wie es in Echt aussieht. Die letzte Bestellung meines Freundes ging leider ausnahmslos zurück weil die bestellten Artikel nicht ganz so schön in natura aussahen, wie auf den Produktbildern. Blöd gelaufen.

pamono

Und mehr

So richtig fancy wird es dann bei Onlineshops wie pamono.de. Dort gibt es Einzelstücke, Antiquitäten und Besonderes – allerdings auch zum entsprechenden Preis. Trotzdem eine Seite, die es sich lohnt im Blick zu behalten. Genauso kann man natürlich Glück haben und bei ebay Kleinanzeigen oder auf dem Dachboden der Großmutter fündig werden.

Also alles teuer jetzt?

Nö. Also ich hab noch nicht den Anspruch erreicht, für meine nächste Kommode 2000€ ausgeben zu wollen (oder können). Aber man darf ja langsam anfangen die Möbel auszutauschen. Mal hier ein Beistelltischchen, mal dort ein Regal und vor allem: Variieren und nicht alles aus einem Onlineshop beziehen. Die Mischung macht es eben mal wieder. Und seien wir ehrlich: Momentan sehen trotzdem alle hippen Wohnungen irgendwie gleich aus. ;)

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14 Comments

  1. Pirates and Mermaids 26. Januar 2017

    Oh ja alle haben die gleichen Regal und vor allem den gleichen Couchtisch! Wieso? Weil es eine stylische und günstige Variante ist. Meine Wohnung ist eigentlich auch infiziert von Ikea. Hab mir aber am Flohmarkt und Co immer mehr alte Kästen und Schränkchen dazu gekauft und jetzt ist es ein bunter Mix, in dem ich mich ganz besonders wohl fühle.
    Und dann kann man ja noch upcyclen und das ach so gleiche Billy Regal individuell gestalten.
    Alles Liebe
    Lisa

    Antworten
    1. Sarah 27. Januar 2017

      Das stimmt, natürlich kann man noch individualisieren. Und wie gesagt ist IKEA per se nichts Schlechtes. So lange man noch eine individuelle Note rein bringt, ist es ja auch nicht mehr eine 1:1 Kopie von anderen Wohnungen :)

  2. FREIHEITSGEFÜHLE 26. Januar 2017

    Maison du Monde … da würde ich am liebsten einziehen. Oder mir zum mindestens einfach die schönsten Stücke rauspicken <3
    Ich denke, dass man ohne die IKEA-Basics fast nicht auskommt, gerade in der Studentenzeit nicht, weil es dann einfach doch kein so preiswerten und trotzdem irgendwie schicken Ersatz gibt. Übertreiben muss man natürlich aber auch nicht … lieber dekoriere ich dann mit individuellen Stücken, die ich von meinen Reisen mitbringe, finde irgendwas schönes auf dem Flohmarkt oder im Keller meiner Eltern.
    Toller Artikel! Liebe Grüße, Iris

    Antworten
    1. Sarah 27. Januar 2017

      Das ist ein guter Mittelweg, wenn man sich auf Flohmärkten etc. noch ein paar besondere Hingucker holt :) Bis jetzt hatte ich leider immer Pech und war nur auf Trödelmärkten, die nichts in die Richtung angeboten haben. Aber noch hab ich nicht aufgegeben ;)

  3. Katta 26. Januar 2017

    Seltsamerweise geht es mir mit Ikea ähnlich. Früher, und das ist noch gar nicht sooo lange her, konnte ich Stunden dort verbringen und einiges an Geld dortlassen. Aber jetzt, wo mein Freund und ich zusammen wohnen, sind wir uns einig, dass es nicht mehr unser Stil ist. Gerne sind wir bereit mehr auszugeben. Aber nicht für Möbel im typischen Ikea Stil. Es ist wiederum erstaunlich, was man alles im Internet kaufen kann. Habe schon einige positive Erfahrungen gesammelt, wenn es darum geht Interior im World Wide Web zu bestellen!

    Allerliebste Grüße,
    HOLYKATTA || INSTAGRAM || FACEBOOK

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    1. Sarah 27. Januar 2017

      Ja, es gibt zum Glück genug Alternativen – sogar Antiquitäten und Einzelstücke findet man an richtiger Stelle. Von daher bin ich auch sehr froh, dass es diese Möglichkeiten gibt. :) Hast du noch spezielle Tipps, wo ihr gerne schaut?

  4. Dominic Pascal 26. Januar 2017

    Hahaha, geht mir genauso. Ich kann nur noch ganz wenig IKEA vertragen.
    Grund ist nicht, dass ich IKEA plötzlich scheiße finden würde, aber es geht mir auch irgendwann auf die Nerven, immer überall die gleichen paar Möbel oder Bettwäsche zu sehen. Ganz doof finde ich das auch bei Ferienwohnungen im Ausland, die oft nur noch gleich aussehen, egal ob man in Spanien oder Kroatien ist. Einfach schade.

    Antworten
    1. Sarah 27. Januar 2017

      Oh ja! Das mit der Bettwäsche in Hotels/Ferienwohnungen fällt mir auch immer extremer auf! Das finde ich sehr schade.

  5. Loredana 27. Januar 2017

    Für dekokram, das ganz im Trend ist (und manchmal eh ausgetauscht wird) ist woolworth auch kein schlechter und vor allem preiswerter Tipp. Habe dort meine light Box gekauft. Wahlweise geht auch Nanu Nana – vor allem wenn es um Bilderrahmen und Beistelltische etc geht. :)

    Antworten
    1. Sarah 27. Januar 2017

      Stimmt, Kleinkram nehme ich auch oft von Nanu Nana mit :)

  6. Andrea 28. Januar 2017

    MIr geht es so, dass ich jetzt auch immer mehr auf Ikea verzichte und bald meine letzten Malms verkaufe :D Doch ich liebe immer noch meinen Ikea-Schminktisch!

    Antworten
  7. Charlotte 30. Januar 2017

    Ich kann dich so gut verstehen, genauso geht es mir auch. Habe Maison Du Monde in Frankreich entdeckt und mich direkt verliebt, ist halt mal eine schöne Alternative zum ewig gleichen Klippan… :-)

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  8. Linda 9. Januar 2019

    Linda,
    bei mir ist gerade das Gegenteil der Fall. Ich gehöre zur älteren Generation und konnte für die erste Wohnungseinrichtung nicht auf Ikea zurückgreifen. Es gab nur relativ dunkle Möbel. Bei Lampen war es noch schlimmer – oft kauften wir teure Designerlampen. Völlig in war damals die Dschunke mit Räucherstäbchen, Moschusdüften und indischen Einrichtungsgegenständen und Kleidern. Jetzt ohne Partner, aber mit einem neuen/alten Reihenhaus, hab ich dunkles Holz, gedrechselte Treppenaufgänge, Fließen und Tapeten entsorgt. Das ganze Haus ist hell, aber das Geld reichte nicht mehr für neue Ersatzmöbel. Also haben mir meine Kinder Billys etc. gebracht, was manchen Besuch zur Äußerung: „Wie im Jugendzimmer“ veranlasste. Ich finde aber, diese zeitlosen einfachen Möbel lassen sich gut mit alten individuell kombinieren oder mit etwas handwerklichem Geschick und Fantasie umgestalten, ohne. dass man wie früher vom dunklen Holz „erschlagen“ wird. Lustig: Im Alter zu Ikea, die Jüngeren eher weniger.

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