LOADING

Type to search

Health Mind

Was tun wenn alles zu viel wird?

Was ist zu tun, wenn alles zu viel wird? Wenn man das Gefühl hat, zu viel noch erledigen zu müssen, zu viel Stress von allen Seiten und zu viele Baustellen im eigenen Leben zu haben?

Solche Momente und auch Phasen kennt sicherlich jeder. Es ist völlig normal, dass man sich von Zeit zu Zeit überfordert fühlt. Die gute Nachricht: Das sind die Momente, an denen du wächst. Du wirst diese Phase hinter dir lassen und merken, dass du etwas daraus gelernt hast und du stärker daraus hervor gegangen bist, als du es jetzt bist. Aber wenn man mitten drin ist in der Phase, dann möchte man vor allem eins: Ein wenig Unterstützung und Tipps, wie man mit der Situation umgeht. Genau diese gibt es heute für dich im Artikel.

Woher kommt die Überforderung?

Manchmal ist es glasklar, woher das Gefühl kommt, dass alles zu viel wird. Wenn der Job extrem stressig ist und einem mehr abverlangt, als man geben mag. Oder wenn es eine extreme Belastung im familiären und privaten Umfeld gibt – zum Beispiel durch Krankheit, Tod, Schicksalsschläge. Oder auch, wenn der Partner einen gerade verlassen hat und man an Liebeskummer leidet. Manchmal aber ist es auch nicht so einfach zu definieren, woher das Gefühl eigentlich kommt. Das passiert leicht, wenn man in die Überforderung langsam hinein rutscht.

Wer sich selber viel abverlangt und immer „auf Achse“ ist, der merkt oft gar nicht, wie sehr er sich überanstrengt. Man gibt Vollgas im Job, hat nach der Arbeit noch einen vollen Terminplan und will ja auch noch tausend andere Dinge erledigen und am besten noch für die Freunde und Familie da sein. Eines Tages kann es dann schon mal passieren, dass man morgens aufwacht und das Gefühl hat, es ist gerade alles zu viel.

Wenn alles zu viel wird, fragt man sich dann: was war eigentlich der Auslöser? Dabei hat es sich langsam eingeschlichen.

Finde die Ursache

Wichtig ist also, dass du dir die Zeit nimmst, um die Ursache(n) für deinen Stress ausfindig zu machen. Sind es viele kleine Punkte oder ist da die eine, große Baustelle in deinem Leben? Um heraus zu finden, woran es hapert, kannst du einmal deine letzten ein bis zwei Wochen durchgehen und aufschreiben, was du in der Zeit getan hast (Termine etc.) und welche Aufgaben liegen geblieben sind.

Meistens bildet sich schnell ein Bild ab. Achte besonders darauf, ob:

  • Dein Terminplan dir fast keine Freizeit gelassen hat
  • Familie und Freunde zu kurz gekommen sind
  • Du dir vielleicht zu wenig Zeit für dich selber genommen hast
  • Du nur von einem Termin zum nächsten gehetzt bist und keine Zeit zum Durchatmen hattest
  • Deine To Do Liste immer länger, statt kürzer geworden ist
  • Negative Emotionen dich über einen längeren Zeitraum begleitet haben (Wut, Trauer, Einsamkeit,…)
  • Ungelöste Konflikte im Raum stehen

Bildet sich schon etwas ab? Gut, dann kennst du die Ursache so langsam.

Such dir einen Verbündeten

Um Hilfe fragen ist schwer. Aber fest steht: Freunde helfen gerne. Und sogar nur lose Bekannte können einem bei den richtigen Aufgaben unter die Arme greifen und tun dies für gewöhnlich gerne, wenn man fragt. Menschen sind oft gar nicht so blöd, wie man befürchtet – man darf ihnen ruhig mehr Hilfsbereitschaft zumuten. ;)

Wenn du weißt, wo dein Problem liegt und was bei dir hauptsächlich den Stress auslöst, dann schaufle dir Zeit frei, um dich damit auseinander zu setzen.

Hast du keine Freizeit mehr mit deinem straffen Terminplan? Dann streich rigoros Termine, die du verschieben oder nachholen kannst oder die nicht besonders wichtig sind.

Hast du dir zu wenig „me time“ gegönnt? Dann sag alle Verabredungen am kommenden Wochenende ab und verabrede dich mit dir selber. Gönn dir genau das, was für dich persönlich Entspannung pur bedeutet. Ganz egal, ob das Ausschlafen, Sport, ein Spa-Besuch oder ein Tag auf dem Sofa mit Netflix und Schokolade ist.

Dein Verbündeter kann dir entweder direkt unter die Arme greifen (indem er dir Aufgaben abnimmt), oder dich bestärken (indem er dir sagt, dass es wirklich okay ist, wenn du auch mal Termine ausfallen lässt!).

Erste Hilfe Tipps wenn alles zu viel wird

Sollte das Gefühl, dass alles zu viel wird, dich übermannen, sind aber sofortige Tipps nötig. Diese helfen dir, erst einmal Abstand zum Stress, zu deinem Gedankenkarussell, deinen Ängsten und der Überforderung zu bekommen. Danach kannst du noch immer in Ruhe anfangen zu überlegen, was der konkrete Auslöser war.

Abschalten

Dafür drück bei deinem Leben kurz auf Pause. Wortwörtlich. Stell das Handy und den Laptop aus. Mach kurz die Augen zu und atme einfach ein paar Minuten ganz bewusst ein und aus. Es fühlt sich vielleicht an, als wenn du keine Zeit dazu hast – aber du wirst danach feststellen, dass sowohl du als auch die Welt noch da sind, nachdem du durchgeatmet hast und mal nichts sonst getan hast.

Akzeptiere und erlaube den Stress

Klingt blöd, aber hilft. Oft üben wir auf uns selber noch Druck aus, indem wir uns innerlich dafür abstrafen, dass wir überfordert sind. „Andere schaffen das doch auch“, „Wieso bist du s schwach?“, „Du hast jetzt keine Zeit, um schlapp zu machen“ etc. Kommt dir bekannt vor? Dann hilft es, erst einmal einfach zu akzeptieren, dass du überfordert bist. Passiert den Besten und jeder hat damit zu kämpfen. Du darfst das auch. Mach dir also bewusst: Ja, gerade ist das Gefühl echt kacke und so wie es jetzt läuft kann es a) nicht länger weiter gehen und b) fühlt es sich gerade an, als würdest du im Kreis laufen. Aber das wird sich auch wieder ändern.

Krieg den Kopf frei

Und zwar ändert es sich, wenn du es schaffst, wieder Ordnung rein zu bringen in deinen Kopf. Dafür musst du diesen erst einmal frei kriegen. Zum Beispiel beim Spazierengehen. Besonders in der Natur unterwegs zu sein, hilft extrem vielen Menschen, einfach mal wieder zur Ruhe zu kommen. Fahr also in den nächsten Park, Wald oder das nächste Naherholungsgebiet. Geh eine Stunde spazieren. Oder, wenn dir das zu wenig ist, joggen.

Erfülle deine Bedürfnisse

Wir würden nie erwarten, dass jemand mit Grippe einen Marathon läuft. Warum also sollten wir ordentlich funktionieren können oder müssen, wenn es uns schlecht geht? Daher ist die oberste Regel: Achte auf dich selber. Geh mal wieder früh ins Bett und schlaf richtig aus. Trink genug Wasser, ernähre dich ausgewogen, bekomm genug Bewegung.

Das klingt alles furchtbar banal, aber wer schon mal längere Zeit zu wenig Schlaf hatte kann sicherlich bestätigen, wie wahnsinnig das an die Substanz geht. 9 Stunden Ruhe können Wunder wirken – und auch ansonsten auf sich und seinen Körper zu achten ist die Grundlage für eine starke Psyche.

Ändere dein Denken

Du kannst bewusst aus dem Stress und der Überforderung raus gehen, indem du deine Gedanken auf Positives lenkst. Denk an alles, für das du dankbar bist. Das ist im ersten Moment gar nicht so einfach – ich gebe zu, dass mir dann auch immer nur so Standardblödsinn einfällt. „Ich habe eine Wohnung, ich habe etwas zu Essen, ich bin gesund“. Ist ein Anfang, aber wird vermutlich noch keine positiven Gefühle in dir hervor rufen. Versuch es einmal mit detaillierteren Gedanken wie „Wenn ich jetzt xy anrufe, käme sie/er sofort vorbei, um mich einmal zu drücken“. Oder „Selbst wenn alles den Bach runter geht, habe ich eine Familie/Freunde, die mich auffangen würden.“

Was tun wenn alles zu viel wird?

Die Tipps hier sind natürlich keine Generallösung. Sie sollen Hilfestellung geben und aufzeigen, dass es immer Möglichkeiten gibt, die Situation in die Hand zu nehmen und selber zu verändern. Mit Unterstützung von Freunden und Familie ist es leichter, aber auch ohne diesen Rückhalt kann man sich immer irgendwo Hilfe holen. Und wie gesagt geht man letztendlich etwas klüger und stärker aus der Überforderung heraus.

Vielleicht hat man dann gelernt zu priorisieren, besser auf sich zu achten oder hat eine neue Routine entwickelt, die einen gesünder und stärker macht.

Das könnte dir auch gefallen

 positiv denken 

Bildnachweis
Photo by Louis Hansel on Unsplash

Photo by David Marcu on Unsplash

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *