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Selbstzweifel überwinden: So klappt es endlich!

Selbstzweifel: Egal wie stark man sich aufführt – jeder fühlt sich mal unsicher und hat Zweifel an seinem Können oder Wert. Das ist in einem bestimmten Maße auch völlig okay und normal.

Schwierig wird es erst, wenn du zu denjenigen gehörst, die sich mit ihren Selbstzweifeln selber im Wege stehen. Denn bist du unsicher und unzufrieden, wird es dir schwerer fallen, dich für deine Wünsche und Bedürfnisse stark zu machen. Ein Teufelskreis, der dazu führt, dass andere über dich hinweg entscheiden und du dich noch unsicherer fühlst. Doch zum Glück liegt es an dir, da die Handbremse zu ziehen. Wie du deine Selbstzweifel überwinden kannst und warum das einfacher ist als du denkst, erfährst du hier im Blogpost.

So hören sich Selbstzweifel an

Hast du schon einmal drauf geachtet, wie du mit dir selber sprichst?

Übung 1: Hör dir selber einen Tag lang mal ganz genau zu. Schreib auf, wie du über dich denkst und wie du denkst, dass andere über dich denken.

Denn oft merken wir gar nicht bewusst, wie wenig wir uns selber anfeuern. Man kennt das doch, dass die beste Freundin/der beste Freund uns von seinen Zweifeln erzählt. Oder von ihren/seinen Misserfolgen. Dann sitzen wir alle daneben und erklären unseren Freunden, wie toll sie sind und wie viel mehr wir ihnen zutrauen. Bei uns selber versagen wir dabei aber meistens.

„Ich kann das nicht.“

„Meine Eltern haben auch immer gesagt, dass ich darin einfach nicht gut bin.“

„Das ist eine Nummer zu groß für mich.“

„Aber XY ist darin besser.“

„Andere sehen einfach hübscher aus.“

Selbstzweifel können in unzähligen Formen vorkommen – sie alle haben aber ganz klar gemeinsam, dass wir uns selber nicht so unterstützen, wie wir es bei Anderen ganz selbstverständlich tun würden.

Wie Selbstzweifel dir im Wege stehen

Davon abgesehen, dass es wirklich nicht schön ist so mit irgendjemandem zu reden (auch nicht mit dir selber!), sind Selbstzweifel auch einfach ein Klotz am Bein. Sie halten dich zurück.

Natürlich soll man sich nicht immer blindlings in alles hinein stürzen (Selbsterhaltungstrieb nennt sich das), aber in unseren Selbstzweifel unterscheiden wir oft nicht zwischen echt gefährlichen Situationen und solchen, die wir uns als furchtbar einreden. Unsere Zweifel sollen uns vor Enttäuschungen und schlechten Erfahrungen schützen. Eigentlich gut – wenn sie uns nicht davon abhalten würden, ganz wunderbare Erfahrungen zu machen.

Wer Selbstzweifel hat, der traut sich weniger und traut sich weniger zu. Stell dir einmal vor, du wärst einfach mutig – was würdest du dann tun? Vielleicht auf eine höhere Position im Job hin arbeiten? Dir nicht mehr die blöden Sprüche eines Kollegen gefallen lassen? Etwas Neues lernen? Den Männern den Kopf verdrehen? Oder alleine eine Fernreise machen?

Wir haben alle Wünsche und Vorstellungen von unserem idealen Traumleben. Das einzige, was uns davon trennt ist oft der Mut, uns auf den Weg zu machen uns dieses Leben zu nehmen. Denn das kann man. Wenn man ein Ziel vor Augen und den Weg geplant hat, dann kann nur noch eins einen aufhalten: Man selber.

Und das mit den Selbstzweifeln.

Übung 2: Schreibe dir auf was du tun würdest, wenn du furchtlos wärst.

 

Selbstzweifel überwinden

Du denkst: Prima, jetzt kommen endlich die richtigen Tipps? Dann kann ich dir direkt eine Freude machen: Wenn du Übung 1 und 2 für dich abgeschlossen hast, hast du schon die Hälfte des Weges geschafft, der dich Selbstzweifel überwinden lässt. Denn nur, wenn du zuerst verstehst wo deine Zweifel überhaupt liegen und an welcher Stelle sie dir dein Leben schwer machen, kannst du sie angehen.

1. Werde selbst-bewusst

In meinem Artikel zum Thema Selbstbewusstsein habe ich es ausführlich erklärt: Das Wort an sich erklärt schon, was es eigentlich ist. Kein besonderer Mut, keine besondere Fähigkeit. Einfach nur dich selber bewusst wahr zu nehmen. Mit Meditation oder Achtsamkeitsübungen kannst du ein Gespür dafür bekommen, wie es dir in jedem Moment gerade geht.

Du wirst, besonders in stressigen und überwältigenden Situationen, merken, dass genau zwei Dinge immer stimmen. Erstens: Du bist gerade hier. An dem Punkt, in dem Raum und atmest. Zweitens: Du wirst auch in einer Sekunde, 10 Sekunden, einer Minute oder 10 Minuten noch genau an diesem Punkt sein und atmen, sofern du selber nicht entscheidest, den Punkt zu verlassen.

Und dann kannst du dir das bewusst machen. Denn zu existieren klingt an sich schon mal gar nicht mehr so überwältigend und beängstigend, oder? Und erst recht nicht wenn dir klar ist, dass es allein an dir liegt, ob sich in der Zukunft deine Position verändert.

Wenn du dir selbst bewusst wirst, wirst du merken, dass in jeder Sekunde DU die Kontrolle über dein Leben hast. Keine Ahnung wie es dir geht, aber das macht einem doch schon deutlich mehr Mut, oder?

Übung 3: Atme bewusst durch, nimm dir die Zeit und spür einfach mal wo du gerade stehst/sitzt/liegst. 

2. Vertraue dir

Okay, wenn man an sich selber zweifelt, dann ist es mit dem Vertrauen meist nicht weit her. Aber wenn du schon einmal verstanden hast, dass die Kontrolle bei dir liegt, dann kannst du auch noch diesen Schritt gehen. Das kannst du dir selber glauben. Denn: Immerhin scheinst du nicht alles im Leben falsch zu machen, sonst wärst du nicht mehr hier. Ruf dir ganz bewusst immer wieder deine Erfolge ins Gedächtnis.

Übung 4: Mach am besten jeden Tag eine kleine Liste mit positiven Dingen, die du erlebt hast. Lob, das du bekommen hast. Momente, in denen du über deinen eigenen Schatten gesprungen bist, ein Lächeln, das dir ein Fremder geschenkt hat. Was auch immer dir Positives einfällt! Und dann führ dir vor Augen, dass du in all diesen Momenten die richtigen Entscheidungen getroffen hast.

Du wirst lernen deinen Misserfolge ins Verhältnis zu deinen Erfolgen zu setzen. Das wird am Anfang noch etwas ungewohnt sein und so lange du noch sehr selbstkritisch bist, fallen dir die „schlechten“ Dinge sicherlich eher und stärker ins Auge. Aber das wird sich schon bald relativieren, wenn du deine positiven Erfahrungen bewusst wahr nimmst und dir merkst. Und dann wird dir auffallen: Du machst SO viel mehr richtig, als du falsch machst. Und Fehler macht jeder mal, das ist kein Grund zum Verzweifeln.

3. Gehe einen einzigen Schritt

Nur einen Schritt gehen? Das klingt ziemlich einfach! Nehmen wir an, du weißt, was du erreichen möchtest (du kennst dein Ziel). Nehmen wir außerdem an, dass du mittlerweile weißt, dass du bestimmte Selbstzweifel hast, die dich vom Ziel abhalten. Aber du weißt auch, dass du gerade jetzt an einem einzigen Punkt bist und dir das niemand nehmen kann. Und du hast all die richtigen Entscheidungen auf einer Liste, die dir sagt, wie oft du auf dich selber schon vertrauen konntest.

Dann bleibt doch nur noch eins zu tun: Den allerersten Schritt in die Richtung zu machen, in die du gehen möchtest. Ja, das erfordert tatsächlich ein mal etwas Mut. Aber mit all dem, was du dir schon vorher angeeignet hast, bist du bestens ausgerüstet um diesen einen Schritt zu gehen. Er wird dir nicht mehr so groß vor kommen.

Und dann? Dann gehst du einfach noch einen. Und noch einen. Und es wird dir von Mal zu Mal leichter fallen, bis deine Selbstzweifel irgendwann ganz klein und leise geworden sind.

Mit Selbstzweifeln leben

Die Selbstzweifel werden nicht von heute auf morgen verschwinden. Aber du wirst mutiger werden, je mehr du dich traust und je mehr neue Erfahrungen du machst. Auch – oder vor allem – wenn es zwischendurch schlechte Erfahrungen sind. Denn dann wirst du merken, dass auch davon die Welt nicht unter geht. Um bei der Metapher des Laufens zu bleiben: Es ist, als wärst du blöderweise dann mal in eine Pfütze getreten. Das heißt ja nicht, dass du auf ewig in der Pfütze stehen bleiben musst. Du gehst einfach weiter und ggf. in eine andere Richtung. Easy.

Auch ich muss noch immer bewusst darauf achten, wie ich mit mir selber rede und was ich mr zutraue. Aber die eigene Sicht nicht nur auf einen selbst, sondern auch auf die Welt verändert sich, je länger man es übt. Und heute ist da in mir noch immer diese ängstliche Stimme die „Nein, nein. das kannst du gar nicht!“ ruft, wann immer ich vor einer neuen Herausforderung stehe – aber mein Mund, der antwortet dann meistens direkt mit einem „Aber klar! Probieren wir’s!“.

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Bildnachweis
Photo by Church of the King on Unsplash
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