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Selbstfürsorge: 3 Übungen zum Selbstfürsorge Lernen

Wir kennen das alle: Ein Großteil unserer Handlungen ist dafür bestimmt, dass wir mit der Außenwelt gut klar kommen. Wir helfen anderen, erledigen unsere Pflichten und versuchen Erwartungen zu erfüllen. Das alles ist völlig in Ordnung und gehört einfach dazu, wenn man kein absoluter Einzelgänger ist. Und tatsächlich ist es ja auch wahnsinnig erfüllend und schön, anderen zu helfen und sie zu unterstützen. Aber ein großes Aber gibt es: Wenn du dich nur noch auf andere fokussierst, verlierst du deinen eigenen Bedürfnisse aus den Augen. Verlierst du den Bezug zu dir selber, wirst du erschöpft und ausgebrannt sein – und kannst im Endeffekt auch nicht mehr für andere da sein. Ein Kreislauf, aus dem es schwer ist wieder raus zu kommen.

Dabei kann man das einfach verhindern: indem man sich Zeit für Selbstfürsorge nimmt!

Was ist Selbstfürsorge?

Das Wort klingt erst einmal merkwürdig, finde ich. Als wäre man bedürftig und schwach. Tatsächlich darf man sich davon aber nicht verunsichern lassen. Selbstfürsorge bedeutet, dass man sich Zeit für sich selber nimmt. Darauf achtet, was man selber benötigt um weiterhin voller Energie und glücklich zu sein.

Selbstfürsroge beugt vielen Problemen vor: Das fängt bei Müdigkeit und Erschöpfung an und kann bis zu psychischen Erkrankungen wie Burnout und Depression gehen. Es besagt nichts weiter, als dass man psychisch und physisch auf sich selber Acht gibt und dafür sorgt, dass es einem gut geht.

Vom Prinzip her also eine einfache Sache – in der Umsetzung oft schwer. Wir haben gelernt, dass es erstrebenswert ist, sich an erster Stelle um andere zu kümmern. Wir haben uns selber antrainiert, unsere eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen und meist gar nicht mehr das Gespür dafür zu haben, was wir brauchen. Weiter noch: Wir fühlen uns oft schuldig und schlecht, wenn wir unsere Bedürfnisse an erste Stelle stellen.

Dabei ist das weder egoistisch noch etwas Verwerfliches. Es ist einfach wichtig, damit wir dauerhaft unser Leben genießen können – und zwar nicht erst in der Zukunft irgendwann, sondern jetzt und sofort.

Die Vorteile, wenn du für dich sorgst

Noch einmal knackig zusammengefasst alle Vorteile, die Selbstfürsorge mit sich bringt. Sowohl für dich, als auch für andere! Denn nur, wenn du dir selber klar machst, dass es gut ist, sich die Zeit für dich selber zu nehmen, wirst du dies auch tun.

  • Du wirst mehr Energie haben und dich wohler fühlen
  • Du kannst anderen besser helfen
  • Du kannst mehr schaffen
  • Dein Stresslevel wird sich reduzieren
  • Du bist entspannter und zufriedener
  • Du wirst mehr im Jetzt leben und den Augenblick genießen
  • Du wirst dankbarer sein
  • Du wirst körperlich und geistig fitter sein
  • Eine gute Beziehung zu dir beeinflusst auch Beziehungen zu anderen positiv
  • Du bist selbstbestimter

Klingt doch alles erstrebenswert, oder? Dann überleg dir einmal, was du eigentlich jeden Tag für dich selber tust und wie viel Prozent deiner Zeit das ausmacht. Nach der Arbeit, der Hausarbeit und Co. – wie viel bleibt noch übrig für dich selber?

Die meisten werden jetzt feststellen, dass das oft nicht einmal eine Stunde am Tag ist. Weniger als eine Stunde am Tag für dich selber. In deinem Leben. Das klingt nicht besonders gut, oder? Dann solltest du etwas daran ändern.

So kannst du für dich sorgen: Die Übungen

Die Übungen sind allesamt Ideen und Inspirationen, wie du für dich selber etwas Gutes tun kannst. Kein Muss und sicherlich nicht für jeden passend. Aber Selbstfürsorge bedeutet eben auch, dass du nicht drum herum kommst, dich mit dir selber zu beschäftigen. Was fehlt dir im Alltag? Was kommt oft zu kurz?

  • Ruhe und Entspannung?
  • Weiterbildung und neue Impulse?
  • Beziehungen und Freundschaften?

Erste Übung: Die Self Care Checkliste

Wenn du dir überlegt hast, was für dich persönlich zu kurz kommt, kannst du dir eine Checkliste oder eher eine Erinnerungsliste anlegen. Dort kannst du für jeden Tag aufschreiben, was du für deine persönliche Zeit vorsiehst. Fang am besten mit den einfachen Grundbedürfnissen an, die eigentlich für jeden gelten:

  1. Genug Schlaf (8 Stunden jede Nacht)
  2. Gesund und regelmäßig gegessen
  3. Genug Wasser getrunken
  4. Sport gemacht / mich um die körperliche Gesundheit gekümmert

Weiter könnt ihr euch Punkte überlegen, die euch besonders wichtig sind. Zum Beispiel:

  1. Meditieren
  2. Beziehungen/Freundschaften pflegen
  3. Etwas Neues lernen
  4. An der frischen Luft unterwegs sein
  5. Einen Spa-Tag zu Hause einlegen
  6. usw.

Die Übung gibt euch eine solide Grundlage über eure Grundbedürfnisse und ihr kommt dazu, weiterführend zu überlegen, was euch eigentlich gut tut und euch wichtig ist.

Zweite Übung: Zeit blocken ohne schlechtes Gewissen

Nachdem ihr die grundsätzlichen Dinge hoffentlich in euren Alltag integriert habt, nehmt euch euren Kalender vor. Ihr habt ja bereits überlegt, was euch wirklich gut tut und im Alltag zu kurz kommt. Für genau diese Dinge blockt ihr euch nun feste Zeiten im Kalender. Ganz ohne schlechtes Gewissen, denn diese Zeit ist im Prinzip die Wichtigste eures Tages!

Verteidigt diese Zeit. Tragt es direkt im Kalender ein und verschiebt sie nie, nie, nie für andere Termine. Ihr dürft euch vor Augen halten: Euer Leben ist in eurem Leben die Priorität Nummer eins. Job, Verpflichtungen und alles andere kommen an zweiter Stelle und haben ihre eigene Zeit. Dein persönliches Wohlbefinden und Glück darf ebenso seine Zeit haben.

Wollt ihr zum Beispiel eine neue Sprache lernen, Sport machen oder habt ein anderes Vorhaben, so blockt euch jeden Tag mindestens eine Stunde dafür. Gerne auch dafür, dass ihr einfach mal nichts tut und bewusst runter kommt, meditiert oder einen Powernap macht. Was auch immer ihr machen wollt – und eben nichts machen müsst. Wer mehr als eine Stunde dafür zu Verfügung hat: Ideal.

Zusätzlich solltet ihr in regelmäßigen Abständen einen halben oder ganzen Tag einfach für euch einplanen. Sei es an einem Tag am Wochenende oder ein ganzes Wochenende im Monat. Die Zeit, die ihr in euch investiert, ist die wertvollste, die ihr habt.

Übung Nummer drei: Achtsamkeit und Dankbarkeit

Für sich selber sorgen und sich die Zeit nehmen, die man zum Durchatmen und Glücklichsein braucht, funktioniert nicht immer auf Knopfdruck. Was euch aber auf jeden Fall dabei unterstützt, ist wenn ihr Achtsamkeit und Dankbarkeit praktiziert.

Bei Achtsamkeitsübungen lernt ihr, mehr im Jetzt und weniger gedanklich in der Vergangenheit oder Zukunft zu hängen. Die tausend offenen Termine verlieren an Dringlichkeit, ihr könnt zur Ruhe kommen. Ihr werdet merken, dass das Leben aus deutlich weniger „muss“ und „dringend“ besteht, als wir meistens annehmen.

Ähnlich ist es mit Dankbarkeitsübungen. Gönn dir die Zeit, dass du daran denkst, wofür du dankbar bist. Was Gutes in deinem Leben passiert ist, was für Erfahrungen du bereits machen durftest und wie unendlich viele Möglichkeiten noch vor dir liegen. Genieß das Gefühl und führe dir vor Augen, dass Selbstfürsorge ein Teil davon ist.

Wir leben zum Glück in einer Gesellschaft und in einer Zeit, in der wir uns leisten können, nicht nur überleben zu müssen. Wir haben das Geld, die Sicherheiten und die Möglichkeiten, unser Leben tatsächlich zu genießen. Völlig unabhängig von unserem finanziellen Status!

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Selbstfürsorge Challenge zum Mitmachen

Wenn ihr noch ein wenig Starthilfe braucht, probiert gerne einmal die „Selbstfürsorge Challenge“ aus. An 30 Tagen stellt ihr euch jeden Tag einer kleinen Aufgabe, die euch helfen wird, ein besseres Gespür für eure Bedürfnisse zu bekommen. Das alles in nur einer Stunde am Tag! Wenn ihr die Challenge macht und die Community daran teil haben lassen wollt, postet gerne unter dem Hashtag #CharmingSelfcareChallenge.

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selfcare challenge

Bildnachweis

Photo by Linus Nylund on Unsplash

Photo by Sharon McCutcheon on Unsplash

Photo by Natalia Figueredo on Unsplash

2 Comments

  1. Carry 14. August 2018

    Das mit den 8 Stunden Schlaf ist wirklich ein großes Problem bei mir. Ich schlafe NIE 8 Stunden am Tag, meistens nicht einmal 7. Ich muss einfach kurz nach 6 schon aufstehen und hab keine Lust vor 23 oder gar 22 Uhr schlafen zu gehen :D

    Antworten
  2. Alice Christina 14. August 2018

    Yes! Ein toller Beitrag meine Liebe. Ich finde Selbstfürsorge auch sehr sehr wichtig. Aber ich muss auch zugeben, dass ich es z.B. nicht schaffe, so viele Stunden zu schlafen. Die Zeit habe ich leider nicht. Meist sind es 6 Stunden, aber bisher ist es ganz ok. Am Wochenende wird dann ein bisschen Schlaf nachgeholt ;)

    Lieben Gruß,
    ❤ Alice von alicechristina.com

    Antworten

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