Rezension: The Secret Circle – The Initiation

Rezension: The Secret Circle – The Initiation

Wenn man plötzlich ein Familiengeheimnis erfährt, vor dem man nicht fliehen kann…

Cassie verbringt mit ihrer Mutter den Urlaub an der Ostküste der USA. Als überzeugte Kalifornierin und mit eher nervenden Urlaubsbekanntschaften, möchte sie eigentlich nur noch zurück in den sonnigen Westen. Einzig die kurze Begegnung mit einem mysteriösen Jungen, dem sie hilft sich vor einer Gruppe Schlägern zu verstecken, kann ihre Laune etwas heben.
Deshalb fällt sie aus allen Wolken, als ihre Mutter ihr verkündet, dass die beiden nun nach New Salem in Neuengland zu Cassies Großmutter ziehen werden. Das „warum“ bleibt eher ein Geheimnis und weil das Mädchen nur weiß, dass ihre Mutter mit der Großmutter seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, kommt ihr das alles mehr als ungerecht vor.

Auch der erste Schultag in ihrem neuen Wohnort läuft nicht annähernd so gut, wie sie es sich gewünscht hätte: irgendetwas scheint mit der Straße, in der sie nun wohnt, nicht in Ordnung zu sein – denn die Schüler schauen sie erschrocken an, als ihre Adresse bekannt wird – und zudem macht sie sich gleich ein äußerst selbstbewusstes und aggressives Mädchen namens Faye zum Feind.

Die nächsten Tage werden für Cassie nur schlimmer: Faye und zwei andere Mädchen aus einer Gruppe, die sich „Der Club“ nennt, haben einen perfiden Spaß daran die Sechszehnjährige zu ärgern und sogar zu bedrohen. Nur langsam findet sie doch eine Verbündete: Diana, die das genaue Gegenteil von Faye zu sein scheint. Umso irritierter ist Cassie, als ihr klar wird, dass Diana genauso dem berüchtigten „Club“ angehört wie Faye – und weitere 9 Schüler der Highschool.

Eines Morgens passiert dann das Unfassbare: ein Mädchen, welches bald offiziell in die geheimnisvolle Clique aufgenommen werden sollte, wird mit gebrochenem Genick auf dem Schulgelände gefunden. Von da an geht alles sehr schnell: Cassie darf an die Stelle des Mädchens in den Club nachrücken und erfährt, was sie niemals für möglich gehalten hätte… sie entstammt einer langen Generationsfolge von Hexen!
Für den nun kompletten, zwölfköpfigen Hexenzirkel ist eines klar: sie müssen den Mörder des Mädchens finden. Die Aufgabe ist aber nicht gerade unproblematisch, denn der Club besteht nicht nur aus „weißen“ Hexen, die ihre Kräfte für den guten Zweck einsetzen wollen. Außerdem kommt Dianas Freund mit einem schwarzmagischen Gegenstand von einer Reise zurück und sorgt für großen Ärger und Verwirrung…

Die Geschichte war… interessant. Ich hatte zum Glück keine hohen Erwartungen an das Buch und wollte nur mal wieder eine leichte Lektüre für zwischendurch haben. Jetzt, wo es auf Halloween zugeht, die Tage kürzer werden und das Wetter schon von sich aus für düstere Stimmung sorgt, erschien mir ein Hexenroman genau das Richtige zu sein.

Tatsächlich habe ich das Buch in sehr kurzer Zeit lesen können weil es nicht nur groß gedruckt, sondern auch sehr einfach geschrieben ist. Die Handlung ist relativ simpel und vorhersehbar (insbesondere die sich anbahnende Liebesgeschichte), hat aber dennoch gereicht um mich gut zu unterhalten. Etwas schade finde ich, dass die Charaktere bis jetzt recht oberflächlich und stereotyp wirken (Diana = die durch und durch Gute, Faye = die abgrundtief Böse) und doch einige Ungereimtheiten im Plot auffallen. Im Großen und Ganzen kann ich für mich sagen, dass ich die Fortsetzungen noch lesen werde, das Buch aber nicht unbedingt als Geheimtipp weiterempfehlen kann. Dass ich die Fortsetzungen noch lese, liegt vielleicht auch daran, dass ich einen Band erwischt habe, in dem das 2. Buch der Trilogie nur zur Hälfte abgedruckt ist und die zweite Hälfte sich im nächsten „Sammelband“ inklusive 3. Teil befindet. Diese Art der Aufteilung finde ich übrigens mehr als dreist und rate allen Interessierten, entweder gleich beide Sammelbände (und somit alle drei Bücher) oder andere Ausgaben zu kaufen.

Zusammengefasst: seichte Unterhaltung für zwischendurch. Erinnert stellenweise am ehesten an den Film „Der Hexenclub“ – nur etwas mehr auf Mädchenliteratur getrimmt. Durchaus lesbar wenn man schnell unterhalten werden will aber definitiv kein „must have“ im Bücherregal.

Bewertung: 2/5

The Secret Circle: The Initiation and The Captive Part I von L.J. Smith
416 Seiten (Taschenbuch)
Band 1 + 2
Verlag: HarperTeen
ISBN: 978-0061670855
7,08€

3 Comments
  • Stefanie Emmy
    Posted at 21:00h, 22 September Antworten

    Oje, ich hab bisher nur ein Buch von LJ Smith gelesen – und es wird wahrscheinlich auch das einzige bleiben, weil mich alle anderen überhaupt nicht ansprechen. Vor allem wenn die Bewertung so wie hier bei dir ausfällt.

    Aber das eine, das ich gelesen hab, war richtig gut! „The Forbidden Game“ – in Insiderkreisen wird es als das beste Buch der Autorin gehandelt (weiß ich von einer Insiderin ;D)
    Also falls du’s noch mal mit der Autorin versuchen willst, The Forbidden Game kann ich nur empfehlen :)

  • Sarah
    Posted at 21:12h, 22 September Antworten

    „The Forbidden Game“ steht tatsächlich auf meinem Wunschzettel und wird bei der nächsten Buchbestellung dabei sein :) Danke für den Tipp auf jeden Fall! Es handelt sich dabei doch auch um eine Trilogie, oder?

  • Stefanie Emmy
    Posted at 10:14h, 23 September Antworten

    Ja, ist eine Trilogie, aber in der Neuauflage wurden alle drei Bücher als eines veröffentlicht. :)

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