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James Bond kann einpacken – Jaz Parks ist die neue Heldin am Agentenhimmel!

Sie arbeitet fürs CIA, ist tough, frech, witzig, hat einen genialen Erfinder, der ihr verrückte Hilfsmittel auf ihren Missionen zur Verfügung stellt und ihr Boss ist einen Vampir. Ja, ein Vampir!

Der geheimnisvolle und ziemlich lange schon tote Vayl hat die junge Agentin zu seiner Partnerin gemacht, obwohl Jaz noch sehr an den Folgen ihrer letzten Vampirjagd im Regierungsauftrag leidet: sie verlor ihren Freund und ihre Schwägerin bei diesem Einsatz. Auch ansonsten hat sie es nicht gerade leicht mit einem kranken, aber sturen Vater, der darauf besteht in alter Marines-Manier sein Leben (oder vielmehr den Zeitpunkt seines Ablebens) selber zu bestimmen und auf gesunde Ernährung zu verzichten.
Da kommt es zeitlich nicht ganz so passend, dass sie nun bei ihrem aktuellen Auftrag mit Vayl feststellt, dass der Totgeweihte höchstens die Spitze des Eisberges ist und der als Raptor bekannte Oberbösewicht zusammen mit einigen Vampiren ein „Killervirus“ entwickelt hat.
Ganz davon abgesehen, dass der stürmische Privatdetektiv Cole offensichtlich Interesse an ihr zeigt. Und sie auch an ihm. Oder doch eher an Vayl?

„Ein Vampir ist nicht genug“ beginnt gleich rasant und macht dem Leser sofort klar, dass man es mit Jaz nicht mit einer zimperlichen Frau zu tun hat. Sie ist eher vom Schlag Powerfrau mit sehr großer Klappe. Und manchmal einem kleinen Wutproblem. Dennoch ist sie mir gleich sympathisch gewesen und ich musste das ganze Buch hindurch immer wieder schmunzeln über ihre schnoddrig-freche Art. Normale Frauen würden nämlich kaum „ich musste so feste Lachen, dass ich beinahe die Autoscheibe vollrotzte“ von sich geben. Dieser Charme ist ihr eigen.
Vayl, der mysteriöse Vampir ist dafür ganz das Gegenteil von Jaz: ruhig, besonnen, nach Außen hin emotionslos. Wenn Vayl lachen will, zuckt höchstens mal sein Augenlid.
Und wie man es vermutlich schon errät: Als Leser fragt man sich ununterbrochen, wann es zwischen den beiden denn nun endlich funkt. Irgendwann zwischen dem Ermorden von Bösewichten, dem Ausweichen von Mordanschlägen und der Suche nach dem Raptor sollte das doch möglich sein…?
Aber da gibt es ja noch den Privatdetektiv Cole. In diesem Buch kommt er meiner Meinung nach noch etwas kurz aber man bekommt schon einen Eindruck davon, dass er ebenfalls sehr energisch, wild und… nett ist.

Ganz egal: das Augenmerk in diesem Buch liegt auf der Action! Jaz tritt so einigen bösen Buben in den Hintern und während die Zeit immer knapper wird um das Virus aufzuhalten, entwickelt sich eine rasante, verzwickte Geschichte. Eins der hohen Tiere in der Regierung ist in die ganze Misere verwickelt und was hat die Horrornacht aus Jaz Vergangenheit damit zu tun? Kann eine Wahrsagerin helfen oder ist alles zu spät als plötzlich Vayls eifersüchtige Exfrau (und Vampirin) auftaucht?

Ich könnte jetzt auf alle Fragen antworten, aber das würde ja keinen Spaß machen ;-) Fest steht: „Ein Vampir ist nicht genug“ ist erfrischend anders, actionreich, frech und macht gute Laune! Ein absolutes Muss für Fans von Agententhrillern und Fantasy!
Zwei Fortsetzungen gibt es auf deutsch übrigens auch schon – und die stehen mittlerweile auf meinem Wunschzettel.

Bewertung: 4/5

Ein Vampir ist nicht genug von Jennifer Rardin
400 Seiten (Taschenbuch)
Verlag: Heyne Verlag
ISBN: 9783453533110
7,95€

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1 Comment

  • Mimi 12. Mai 2010 23:26

    Hört sich gut an, vor allem hätte ich mal wieder Lust auf ein Buch mit Action!
    Das kommt auf meine Liste. (:

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