Rezension: Die Tribute von Panem

Rezension: Die Tribute von Panem

Unter welchen Umständen töten 12jährige andere Kinder mit Messern, Speeren, Pfeilen oder bloßen Händen?

In der Welt von Panem, dem Nordamerika der Zukunft, passiert dies alljährlich während der „Hungerspiele“. Das große Kapitol regiert die 12 Distrikte von Panem und um Widerstand im Keim zu ersticken, regiert es mit eiserner Hand: ein mal im Jahr werden aus jedem Distrikt ein Mädchen und ein Junge im Alter von 12 bis 18 Jahren ausgelost, die schließlich in einer Arena gegen die Kinder der anderen Distrikte kämpfen müssen. Bis zum Tode – denn es darf nur einen einzigen Gewinner geben! Erlaubt ist alles, Hauptsache es ist medienwirksam, denn das Spektakel wird live übertragen und während die Reichen aus dem Kapitol Wetten auf die Gewinner abschließen, müssen Freunde und Verwandte zuschauen, wie ihre Lieben ums Überleben kämpfen.

In diesem Jahr wird die 12jährige Prim ausgewählt, gegen alle Wahrscheinlichkeiten. Katniss will nicht mit ansehen wie ihre Schwester sich quält und meldet sich freiwillig für die tödlichen Spiele.
Dabei merkt sie schnell, dass es nicht nur vom Geschick und der Stärke abhängt zu überleben, sondern auch davon, wie medienwirksam man das grausame Spiel mitspielt…

Ich hatte mir das Buch gewünscht, weil ich schon so viel Gutes darüber gehört habe – und ich wurde nicht enttäuscht!
Die Hungerspiele und die Macht des Kapitols sind bedrückend und erinnern an Dystopien wie „1984“ und stehen den Büchern für „Erwachsene“ in nichts nach. Die 16jährige Katniss ist ein etwas merkwürdiger Charakter, verschlossen und frech… aber ich konnte sofort eine Verbindung zu ihr aufbauen, fand sie sympathisch und habe mitgefiebert, wie es ihr wohl ergehen mag. Der zweite Spieler aus ihrem Distrikt, Peeta, ist zudem durch eine interessante Geschichte aus Katniss Kindheit mit ihr verbunden und als sich die Beziehung der beiden verwirrend und ergreifend, berechnend und doch so tragisch entwickelt, kann ich nicht anders als zu hoffen, dass es im 2. Band noch viel darüber zu lesen gibt.
Das Buch ist durch und durch toll geschrieben, spannend und erschreckend. Ich kanns nur jedem empfehlen, der gerne Dystopien liest, Abenteuerromane mag und eine etwas andere „Liebesgeschichte“ lesen möchte als den 0815-Quatsch, den man sonst oft vorgesetzt bekommt. Klar, es ist ein Jugendbuch – das darf man nicht vergessen! – aber es ist eins der besten, die ich jemals gelesen habe!

Die Tribute von Panem von Suzanne Collins
ISBN: 9783789132186
Verlag: Oetinger
414 Seiten (Hardcover)
17,90€

2 Comments
  • Stephie
    Posted at 16:48h, 25 April Antworten

    Warum nur 4 Sterne? Klingst so begeistert.

    • Sarah
      Posted at 18:36h, 25 April Antworten

      Ich hab das Buch auch sehr gerne gelesen, aber der berühmte „Funke“ wollte nicht ganz überspringen. Vermutlich ein Fall von „falsche Zeit für das Buch“ XD Daher gabs „nur“ 4 Sterne.

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