Rezension: Die Blutlinie von Cody McFadyen

Rezension: Die Blutlinie von Cody McFadyen

Inhaltsangabe Die Blutlinie

Smoky Barrett war eine sehr erfolgreiche, extrem gute FBI Agentin, spezialisiert auf Sereinmörder und Verbrechen an Kindern – bis ein Serienmörder sie persönlich ins Visier nahm und ihren Mann und Tochter umbrachte.
Das Buch beginnt nachdem Smoky dieses Trauma erlebt hat und nun verstört, suizidgefährdet und depressiv ihren Alltag versucht zu überstehen. So muss sie sich zum Beispiel fragen, ob sie in ihren Job zurückkehrt oder ob sie ihr altes Leben ein für alle Male beendet.
Als ihre alte Highschool-Freundin allerdings brutal vergewaltigt und ermordet wird und deren 10jährige Tochter auf grausame Weise alles miterleben muss, fängt Smoky an zu ermitteln.
Zunächst nur als „Nebendarstellerin“ entwickelt Smoky schnell wieder das Gespür für Verbrechen und Verbrecher, dass sie so berühmt gemacht hat und ist bald wieder knietief in ihrem alten Job. Das nicht zuletzt auch weil der Mörder ein perfides Interesse an IHR zu haben scheint…

Rezension des Buches

Nachdem mir von Freunden Cody McFadyen empfohlen wurde, habe ich mir diesen ersten Band der Reihe um Smoky Barrett gekauft. Kein Thriller, wie ich ihn zuvor gelesen habe und das, obwohl ich sehr gerne und sehr häufig Thriller lese. Dieser hier war jedenfalls der erste, der mich nachts hat aufstehen lassen um zu kontrollieren ob meine Tür auch abgeschlossen ist ;)
Die detaillierten Beschreibungen der Vergewaltigungen und Morde gehen wohl selbst hartgesottenen Thriller-Kennern an die Nieren und lassen einen nach dem Lesen des Buches mit einem unguten Gefühl zurück. Absolut bravourös von McFadyen gemeistert!
Trotzdem haben mich auch einige Sachen am Buch gestört: Die Schreibweise war nicht unbedingt die Beste. Neu auftretende Personen wurden immer nach dem selben Muster X beschrieben („Sie war so schön. So schlau. Ihre große Stärke war…“) und handelten letztendlich auch immer nach Schema X, sodass ich keine großartige Entwicklung der einzelnen Charaktere feststellen konnte. Besonders nervig war die beste Freundin von Smoky, die nicht nur wunderschön („wie ein Model“), sondern auch unglaublich intelligent war. Einzige Macke: Sie sagt ständig „Zuckerschnäuzchen“ – und mit ständig meine ich STÄNDIG. Das war nach knapp 150 Seiten schon nervig, zog sich aber konsequent bis zum Ende durch.

Fazit zu Die Blutlinie

Es gibt Thrillerautoren, deren Talent zum Schreiben sich darin äußert, dass sie eine angenehme Sprache und subtile Spannung beherrschen. Und es gibt solche, deren Talent sich in der beunruhigenden Fähigkeit wirklich grausame Geschehnisse detailliert zu beschreiben, äußert. Cody McFadyen gehört zu Letzteren.
Wer also auch mal Nervenkitzel auf verstörende, grausame Art will, der ist hier gut mit bedient. Lesenwert für Thrillerfans ist es also auf jeden Fall und bekommt von mir trotz nervigem Stils 4/5 Sternen.

Die Blutlinie von Cody McFadyen
ISBN: 9783404158539
Verlag: Bastei Lübbe
480 Seiten (Broschiert)

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