New England Roadtrip

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New England Roadtrip

Der Plan stand seit ungefähr 16 Jahren: Ein mal im Leben zum Indian Summer nach Neu England und einen Roadtrip machen. Durch die kleinen Orte schlendern, die bunten Blätter bestaunen, American Pie essen und Harvard besuchen. Vielleicht haben die Gilmore Girls, Für alle Fälle Amy oder auch Filme wie Baby Boom mich damals doch mehr geprägt als man meinen sollte – so oder so war Neu England immer meine Traumdestination. Als es dann in diesem September/Oktober endlich so weit war, musste im Vorfeld richtig geplant werden. So einen Roadtrip macht man nicht mal eben so.

Die Route festlegen

Da wir beide noch nie einen Roadtrip gemacht haben, fiel uns die initiale Planung nicht leicht. Wo gibt es überhaupt etwas zu sehen? Was wollen wir uns alles anschauen, wo übernachten? Wenn ihr also auch das erste mal einen Roadtrip plant, empfehle ich euch: Nehmt euch ein Whiteboard und notiert, was ihr anschauen wollt. Schau dann bei Google Maps, wie ihr dies am besten verbindet und wo ihr daraus folgend Übernachtungen einplant.

Da wir viel Natur sehen und einige Wanderungen machen wollten, standen die groben Punkte schnell fest: Der Arcadia Nationalpark und die White Mountains sind ein Must See für alle Wanderfans. Boston als Ausgangspunkt und größte Stadt in den Neu England Staaten durfte natürlich auch nicht fehlen. Auf dem Weg wollten wir noch Portland mitnehmen und hinterher einen Abstecher zur Fabrik von Ben & Jerry’s machen, bevor die letzten Tage das Meer und Cape Cod rufen. 14 ganze Tage vor Ort, ein Auto und zwei Abenteurer, die sich auf die Reise freuen.

Entsprechend der Route werde ich jetzt nach und nach hier auf dem Blog die einzelnen Halts vorstellen:

  • Boston
  • Crane Beach & Ogunquit
  • Acadia Nationalpark
  • White Mountains
  • Cape Cod

Portland überspringe ich – denn, so viel sei vorweg verraten: die Stadt hat uns beiden leider nicht sonderlich gefallen. Mag ihren Charme haben, war aber nichts für uns.

Schlauer im Nachhinein?

Wobei man bekanntlich hinterher immer schlauer ist. Im Großen und Ganzen bin ich sehr zufrieden mit unserer Planung und finde, dass wir aus der Ferne ein richtig gutes Programm zusammengestellt haben. Ein paar Tage mehr an einem Ort und etwas kürzer an dem Anderen wären trotzdem nicht übel gewesen. Aber man muss auch ehrlich sagen, dass es fast egal ist, wo in Neu England man sich aufhält – es ist wunderschön.

Jeder der Staaten, die wir besichtigt haben, hatte seinen eigenen Flair und Highlights. Die Küste ist überall wunderschön und von weißem Sand bis hin zu wilden Felsklippen findet man dort alles. Im Landesinnere findet man Wälder über Wälder, hohe Berge, kleine Hügel, schicke Städtchen und vereinzelte Farmen.

Ihr lest es schon raus: Obwohl ich Angst hatte, dass das New England der Realität dem aus meiner Vorstellung nicht das Wasser reichen kann, wurde ich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, in Neu England kann man sich nur verlieben.

Was wir gelernt haben

  1. Der richtige Indian Summer beginnt erst Mitte Oktober. Bis dahin sind zwar schon einzelne Verfärbungen im Landesinneren zu sehen, aber das gesamte Spektakel sucht man vorher lange. Dafür ist es aber gut, etwas „zu früh“ da zu sein – so umgeht man die Massen an Touristen, die zum Indian Summer angereist kommen!
  2. Wenn an den Straßen steht, dass es dort Elche gibt, heißt es nicht, dass es dort Elche gibt. Die sind noch lange nicht direkt hinter Boston oder in Portland unterwegs – erst in den White Mountains und mehr ins Landesinnere tauchen sie auf. Wir haben aber leider gar keine gesehen.
  3. Wenn in den Reiseführern steht, dass man keine Schwarzbären zu Gesicht bekommt, dann stimmt das nicht. Wir hatten eine Begegnung keinen Kilometer von unserem Wohnwagen entfernt – macht euch also darauf gefasst. :D
  4. „Littering“, also Müll auf die Straße werfen, ist in den USA extrem teuer. Bis zu 10.000 $ will man wirklich nicht zahlen.
  5. Im Acadia National Park die Einwohner sind speziell. Und anders als der Rest von Neu England.
  6. Es gibt echte Geisterjäger und es macht irre Spaß mit ihnen nachts durch die Städte zu laufen!

Das und ganz viel mehr werde ich ausführlich in den kommenden Teilen auf dem Blog berichten.

Wart ihr schon einmal in Neu England und was sind eure Erfahrungen dort?

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