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Art Interior Live wild

Kreative und ihre Arbeitsplätze

Manchmal bekomme ich etwas aus der aktuellen kreativen Szene mit. Dann sehe ich Fotos aus Wohnungen, Büroräumen und Studios, die alle super schick aussehen. Meistens moderner, skandinavischer Stil, großblättrige Pflanzen, viel Holz, Beton und Schafsfell.
Ich liebe diesen Stil und habe einiges davon für meine eigene Wohnung übernommen. Schaue ich auf meinen Schreibtisch und somit meinen Arbeitsplatz, an dem ich schreibe, Fotos bearbeite und meine Zukunft plane, sieht es genau so aus: Da steht ein MacBook, an der Wand hängen große Typo-Drucke in schwarz-weiß, Ton-Kakteen und eine Zimmerpalme geben sich die Ehre. Es ist der typische, helle Stil, den gefühlt momentan einfach jeder in seiner Wohnung zelebriert. Was natürlich generell nichts Schlechtes ist, aber eben auch bei näherer Betrachtung nicht besonders individuell.

Wie ich auf das Thema komme? Ausgerechnet auf boredpanda gab es nun eine Bildstrecke über Künstler und ihre Ateliers. Und ich war ein wenig neidisch, als ich die Bilder von verdreckten, unordentlichen oder beinahe beängstigend puristischen Räumen gesehen habe. Extreme sind Luxus.

Persönlichkeit

Aus den meisten dieser Bilder sprach unverkennbar Persönlichkeit. Egal, ob es ein unordentliches oder ordentliches Atelier war – man hatte das Gefühl in etwas ungehörig Privates hinein zu schauen. Das Studio von Monet war so puristisch und leer, dass es keine andere logische Konsequenz gibt, als dass er die farbenfrohsten und „unordentlichsten“ Bilder erschaffen konnte. In Pollocks Atelier hatte alles von den Wänden bis hin zur Anordnung seiner Farbtöpfe eine ordentliche Symmetrie – nur um der Farbexplosion auf und um seinen Bildern Raum zu geben. Sieht man diesen Kontrast, hat man das Gefühl gerade Zeuge reiner, roher Schaffensgewalt geworden zu sein. Der Raum der Kreativität spiegelt auch immer etwas vom Künstler wieder.

Raum schaffen

Für mich ergeben sich daraus zwei Erkenntnisse:
1. Auch wenn ich generell mit meiner Wohnung momentan sehr zufrieden bin, bin ich noch lange nicht „fertig“. Da darf noch ein bisschen mehr ich rein und ein bisschen weniger Ikea und Co. Für einen chaotischen Arbeitsplatz bin ich definitiv zu Ordnungsliebend, aber wenigstens ein bisschen persönlicher sollte es noch werden.
2. Ich will unbedingt mal Künstler in ihrem Atelier fotografieren! Un-be-dingt! Die Bilder bei boredpanda haben mich sowas von angefixt, dass ich nun dringend mal auf die Suche nach Freiwilligen gehen muss, die mir Zugang zu ihrem Arbeitsplatz und ihrer kreativen Höhle gewähren. Ihr kennt nicht zufällig jemanden, der ein cooles Atelier hat und Interesse hätte? ;)

Wie sehen eure kreativen Arbeitsplaetze denn aus: Seid ihr Ordnungsfanatiker oder zelebriert ihr kreatives Chaos?

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4 Comments

  1. Isabell 10. März 2017

    Sehr schön, dein Arbeitsplatz! Ich bin absoluter Ordnungsfreak – Unordnung, ganz besonders am Arbeitsplatz, macht mich total nervös und ich kann mich dann gar nicht richtig konzentrieren. Deshalb sieht mein Arbeitsplatz auch eher minimalistisch aus, mit ein paar Details & Dekorationen, die ihm Persönlichkeit geben. :)

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  2. Anni 10. März 2017

    Für mich der perfekte Beitrag.
    Aktuell arbeite ich unbequemberweise noch auf meiner Couch. Aber das liegt eben einfach daran, dass ich mein Arbeitszimmer schrecklich finde und ich ich dort nich wohl fühle. Da bleibt die Konzentration einfach auf der Strecke. Das wird mein großes Projekt für dieses Jahr. Das Arbeitszimmer ummodeln damit man dort endlich wieder arbeiten kann ohne Ablenkung.
    Deine Arbeitsecke gefällt mir übrigens außerordentlich gut :)

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net/blog/

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  3. Sarah 10. März 2017

    @Isabell
    Geht mir auch so: Unordentlicher Arbeitsplatz = Unordnung im Kopf. So kann ich gar nicht arbeiten, deshalb ist es auch immer aufgeräumt. Früher sah das noch ganz anders aus, wenn ich mich an mein altes Kinderzimmer und meinen Schreibtisch zu (Grund-)Schulzeiten erinnere. :D

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  4. Sarah 10. März 2017

    @Anni
    Ohje, das klingt als wäre das wirklich ein Projekt, welches es sich bald anzugehen lohnt :) Immerhin hast du ein ganzes Arbeitszimmer, sodass du dich da auch direkt austoben und einen Wohlfühl-Arbeitstempel schaffen kannst . Beste Voraussetzungen! :)

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