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Jomo – Von der Freunde daran, Dinge zu verpassen

Die Einen mögen sich darüber beschweren, dass die Generation ab 30 nicht mehr vor die Tür geht – ich finde: Jomo sollte man zelebrieren. Jomo, das steht für „Joy of Missing Out“ und steht für mehr als nur eine Emanzipierung vom Gruppenzwang. Warum ihr öfters (und ohne schlechtes Gewissen) mal was verpassen solltet, erfahrt ihr heute im Blogpost.

Fear of missing out

„Fomo“ ist der bekannte Gegenspieler des neuen Jomo. Die Angst, etwas zu verpassen, kennen wir alle. Sei es, dass man auf der Party als Einzige nicht dabei ist und Montagmorgen dann nicht mitreden kann oder das Sonderangebot in begrenzter Stückzahl, was wir deshalb schnell kaufen. Die Angst, eine einmalige Chance oder ein einmaliges Angebot zu verpassen, ist groß. Was, wenn einem etwas entgeht? Wenn das DIE eine Chance gewesen wäre?

In unserem Alltag sind wir solchen Entscheidungen ständig ausgesetzt. Seit wir praktisch unzählige Möglichkeiten haben, umso mehr. Sei es bei der Berufswahl, der nächsten Serie auf Netflix oder dem Partner: Fomo führt dazu, dass wir sprunghaft sind und uns auf gar nichts so richtig konzentrieren. Wir handeln einfach schneller. Meistens unüberlegter und stressen und dabei oft weil wir das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren.

Fomo ist ein bisschen wie Multi-Tasking

Weil wir immer alles gleichzeitig machen wollen, um bloß nichts zu verpassen, verpassen wir aber eigentlich so ziemlich alles. Das schlimmste aber: Wir vergessen oft uns selber dabei. Aus Angst, die Party des Jahrhunderts zu verpassen quälen wir uns müde am Wochenende doch zur Party. Aus Angst, ein super Schnäppchen nicht mehr zu bekommen, kaufen wir auf Pump. Aus Angst, dass es da draußen doch noch jemand Besseres für uns gibt, schießen wir den netten Typen ab. Wir wischen uns die Finger auf Tinder wund, bringen unsere Kreditkarten zum Glühen und verlagern das Schlafen auf nächstes Wochenende dann. Okay, das mag etwas übertrieben sein – aber ein bisschen kennt das sicher jeder von uns.

Dabei muss man nur kurz inne halten um zu sehen: Gesund ist das nicht und tut uns auch nicht gut.

Die Stunde des Jomo

Deshalb gibt’s jetzt „Jomo“ – The Joy of Missing Out. Die Freude, etwas zu verpassen. Party? Nö, ich bin müde und geh lieber nach einem gemütlichen Abend auf dem Sofa früher schlafen. Schnäppchen im Angebot? In 3 Wochen gibt’s doch eh die nächsten Trendteile.

Jomo steht dafür, dass wir mehr auf uns selber hören und uns nicht von Außen und äußeren Reizen steuern lassen. Es bedeutet, auch abschalten zu können und nicht immer dem lauten Affenhirn nach zu geben.

Aber wie kommt man da hin, auch mal los zu lassen?

jomo-joy-of-missing-outSo geht Jomo

Als allererstes: Durchatmen. Wortwörtlich anhalten. Das Handy aus der Hand legen, den Laptop zu klappen und mal ganz bewusst mit den eigenen Gedanken alleine sein. Wirkt sicherlich erst mal befremdlich und macht sicherlich unruhig. Aber ihr werdet schnell merken: Es tut gut.

Es geht eigentlich darum, sich selbst bewusster zu werden, achtsam zu sein und mehr im Jetzt anzukommen. Wenn das bedeutet mal auf dem Sofa zu bleiben oder früh schlafen zu gehen, dann ist das das Beste, was man tun kann. Die nächste Party kommt doch sowieso.

Und wenn ihr es ganz bewusst angehen wollt, dann helfen Meditation und Yoga unheimlich. Auch Spazierengehen in der Natur kann wahre Wunder bewirken.

Zeit, um in sich zu gehen

Und wie kommt nun die Freude daran, etwas zu verpassen? Mit der Ruhe! Denn wer lernt, nein zu sagen, der ist mit sich selber mehr im Reinen. Ihr werdet merken, dass es umso mehr Spaß macht, auch bewusst eine Entscheidung für oder gegen etwas zu treffen und den Moment mehr auskosten zu können. Denn ihr macht nicht mehr nur etwas, weil ihr aus Angst (Fomo) handelt, sondern weil ihr euch bewusst dafür entscheidet. Und ihr lernt, dass Zeit alleine und mit euren Gedanken etwas Erholsames ist und gut tut.

Wer bewusst auf einiges verzichtet, der gewinnt nur dazu. Klingt paradox, aber ergibt Sinn wenn man es einfach mal ausprobiert.

jomo

Kleid: Versace | Jacke: Pull & Bear | Tasche: Steve Madden

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