Ideen für einen Urban Jungle

Ideen für einen Urban Jungle

Die Städter zieht es wieder raus in die Natur – und die Natur in unsere Wohnungen. Der Urban Jungle ist kein ganz neuer Trend, ist aber auch aus unseren Wohnungen nicht mehr weg zu denken.

Zurück zur Natur

Es ist nicht allzu verwunderlich, dass es immer mehr Leute zurück in die Natur zieht in Zeiten, in denen das Internet, die ständige Erreichbarkeit und schlechte Nachrichten allgegenwärtig sind. Und wenn sogar die FAZ schon darüber schreibt, dass Pilze-Sammeln („Pilze Sammeln statt Party„) DER neue Trend ist, dann will das etwas heißen. Auch „Digital Detox“ liegt in aller Munde und gehört zum Chic beim Urlaub schon dazu. Genauso, wie Thoreau mehr als 200 Jahre nach seinem Geburtstag wieder hochaktuell ist und eine ganze Bewegung von Aussteigern inspiriert, die sich zum „Waldenponding“ in Hütten einmieten und dort zur Ruhe kommen.

Wer nicht den Luxus genießen kann, „mal eben“ den Koffer zu packen und die Ruhe in einer einsamen Hütte zu finden, der kann zumindest eins tun: Sich den Wald in die Hütte holen. Urban Jungle bezeichnet Wohnungen, die über und über mit Pflanzen bestückt sind. Wie voll man sich die Wohnung mit dem Grün stellt, hängt wohl davon ab, wie grün der eigene Daumen ist und wie gut sich die Tropenpflanzen mit der Bausubstanz verstehen. Dauerhaft feucht-warmes Klima in der Wohnung mögen nämlich nicht nur Monstera und Co., sondern auch Schimmelpilze.

Der Urban Jungle im Wohnzimmer

Aber, sofern man auf regelmäßiges Lüften achtet und die Pflanzen in Töpfen mitsamt Wasserauffangschalen hat, sollte dem Urban Jungle nichts mehr im Wege stehen. Besonders gut geeignet ist besonders das Wohnzimmer – hier ist meist viel Platz und Licht. Will man lange Zeit etwas von den Pflanzen haben, sollte man sich zunächst einmal anschauen, was für Möglichkeiten man in der Wohnung hat. Wie hell ist es? Besteht Zugluft an den Standorten, an denen Pflanzen platziert werden könnten? Hat man dort direkte Sonne oder nur indirektes Licht? Ist es dort warm oder sogar eine Heizung in der Nähe?

Pflanzen zu halten (und am Leben zu halten) ist gar nicht so kompliziert – wenn man sich vorher einmal aufgeschrieben hat, welche Pflanze welche Pflege benötigt. Die wichtigsten Faktoren dabei sind:

  1. Standort (Sonne, Halbschatten, Morgensonne/Abendsonne, darf sie Zugwind haben oder nicht)
  2. Wasserbedarf (Erde feucht halten, selten aber dann viel gießen, selten gießen)
  3. Luftfeuchtigkeit (muss die Pflanze mit Wasser besprüht werden oder muss sie trocken stehen?)

Wenn man es ganz korrekt machen möchte, spielt auch noch die Erde eine Rolle (welches Substrat) und sogar der Blumentopf (in Keramik können die Wurzeln besser atmen, in Plastik ist weniger Wasserverlust). Man kann, wenn man will, eine Wissenschaft daraus machen – aber wer die drei oben genannten Punkte beachtet, kommt damit in 90% der Fällen absolut hervorragend mit über die Runden – ganz ohne grünen Daumen. Damit steht dem Urban Jungle im Wohnzimmer nichts mehr im Wege.

Urban Jungle Plantlove

Das Schöne am Urban Jungle in der eigenen Wohnung: Man kann sich seine Wohlfühloase selber gestalten und darin leben. Und tatsächlich ist der Anblick eines üppig bewachsenen Raumes einfach schön und entspannend. Den Anfang machen kann man mit einer Auswahl an Pflanzen, die mittlerweile in den meisten Gärtnereien und Fachblumenläden zu finden sind. Besonders beliebt sind dabei:

  • Monstera
  • Pilea
  • Calathea (Korbmaranten)
  • Forellenbegonie
  • Gummibaum
  • ZZ Plant (auch bekannt unter Zamioculcas)
  • Pfeilblatt
Hinten links: Zamioculcas, vorne links und rechts: Calathea, auf dem Tisch: Monkey Mask (Monstera), hinten: Banane

Meine persönlichen Lieblinge sind vor allem die vielseitigen Calathea. Es gibt so viele, wunderschöne Sorten, dass man oft gar nicht denkt, dass diese unterschiedlichen Pflanzen zur gleichen Gattung gehören. Sie kommen mir relativ wenig Licht aus, sodass man sie auch gut im Halbschatten stehen lassen kann und beim Gießen sind sie relativ anspruchslos. Dort sind sie zufrieden, wenn man einen ordentlichen Schwall Wasser drauf kippt, sobald die Erde im Topf angetrocknet ist.

Die Forellenbegonie ist nicht weniger schön und ähnlich zu handhaben. Bei beiden Blumenarten gilt: Sie gehen eher von zu viel, als zu wenig Wasser ein. Beide mögen außerdem keine Staunässe an ihren Wurzeln, dort sollte die Erde nicht dauerhaft feucht sein. Deshalb bietet sich hier besonders ein Tontopf/Keramiktopf an, der atmungsakitver ist und aus dem überschüssiges Wasser verdampfen kann.

Für welche Pflanzen man sich letztendlich begeistert, ist natürlich Geschmackssache. Der Urban Jungle lässt sich frei gestalten: im Wohnzimmer, der Küche oder sogar dem Schlafzimmer.

Wo habt ihr denn eure Pflanzen stehen, welche ist euer Liebling und welche Pflanzen stehen noch auf eurer „Must Have“ Liste?

No Comments

Post A Comment