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Ich fühl’s nicht von Liv Strömquist | Comic Review

Ich fühl’s nicht von Liv Strömquist | Comic Review
[Rezensionsexemplar] Zwar sagt der Titel etwas Anderes, doch „Ich fühl’s nicht“ von Liv Strömquist kann man nur fühlen. Ein feministischer Comic, der es in sich hat – und zwar wunderbar klug, witzig und nachdenklich zugleich.

Liv Strömquist – Ich fühl’s nicht | avant verlag

Der im März 2020 erschienene Comic beschäftigt sich mit den wirklich wichtigen Fragen des Lebens – zum Beispiel:
Warum ist Leonardo DiCaprio eigentlich nie besonders lange mit seinen Modelfreundinnen zusammen?

Okay, das klingt erst mal nicht wichtig. Aber lasst euch nicht täuschen – denn diese Frage reiht sich in gute Gesellschaft mit Fragen wie:

Was können wir aus dem alten Griechenland über die Liebe lernen?

Wieso ist die Mother of all Crazy Girlfriends eigentlich ein ziemlich cooles Vorbild?

Und was hat der Kapitalismus damit zu tun, dass wir so beziehungsunfähig sind?

All dem geht Liv Strömquist in ihrem Comic auf die Spur und bedient sich dabei dem Wissen aus der Antike, von Poeten, Philosophen und Schriftstellerinnen. Sie erzähl oft lustige Geschichten und Anekdoten, die vielleicht wirklich so passiert sind und uns vielleicht erklären, warum die Welt gerade so ist, wie sie ist. Immer nur vielleicht, mit ganz viel „denk mal selber nach“ und mit einer Prise vorgehaltenem Spiegel.

Was den Comic so besonders macht

Die Mischung macht’s! Oft musste ich wirklich laut lachen beim Lesen, mal habe ich mich ertappt gefühlt und mal habe ich gemerkt, dass ich mich innerlich gegen die Theorien sträube oder sie feiere. Immer hatte ich das Gefühl, dass man seinen eigenen Kopf beim Lesen verwendet und sich auf eine abenteuerliche Reise durch das Thema Liebe(sbeziehungen) begibt. Was bleibt war am Ende ein gutes Gefühl und die Beruhigung, dass man sich vielleicht gar nicht so viel Stress machen muss.

Veröffentlichung: März 2020

Buch: 176 Seiten, Softcover

ISBN: 978-3-96445-028-9

20,00 €

(avant verlag)

Über die Autorin

Liv Strömquist ist eine schwedische Radiomoderatorin und Comiczeichnerin und war bereits in ihrer Kindheit selber von Comics begeistert. Mit 23 entdeckte sie aber erst so richtig ihre Leidenschaft wieder und lässt seitdem in ihrem Comics Themen wie Macht, Ungerechtigkeit und Feminismus einfließen. Dass sie Politikwissenschaften studierte und durchaus linkspolitische Ansichten vertritt, merkt man auch „Ich fühl’s nicht“ an.

Video Review

Solltet ihr lieber eine Review in Videoform anschauen wollen, habe ich auf Youtube den Comic auch kurz besprochen:

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