Healthy as fuck

Healthy as fuck

healthy as fuck

Healthy as fuck

Ihr wisst schon: Dieser Trend, den irgendwie jeder mitmacht. Wer schon nicht vegan, glutenfrei, total hipster (Chia, Bulgur, Quinoa, Couscous, Hummus,… Ach leck mich doch, was ist aus Lebensmitteln geworden, die man auch aussprechen kann?) oder moralisch korrekt lebt, der macht wenigstens viel Sport und isst jeden Tag. echt! gesund! Selbstoptimierung und somit den optimalen Lebensstil für ein langes Leben zu finden, ist das A-und-O der 2010er. In einem gewissen Maße bin ich auch gewillt das alles mit zu machen – einfach, um mich selber besser zu fühlen – aber muss man dem ganzen auf Teufel komm raus huldigen?

I did that

Für mich war der wohl größte Schritt, dass ich nach knapp 12 Jahren mit dem Rauchen aufgehört habe. Keine Partykippe mehr, kein Stressrauchen mehr, keine Ausrede mehr. Von einem Tag auf den anderen habe ich dann einfach gesagt: Gut, lassen wir den Mist. Das ist jetzt 1 Jahr und 29 Tage her und hat mir das Rauchen von knapp 6322 Zigaretten und 1526€ gespart (ja, ich tracke das noch immer mit einer App). Davon abgesehen habe ich schon immer phasenweise gerne Sport gemacht. Nie durchgehend, dafür aber immer für ein paar Wochen extrem motiviert.

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Bis dato (und auch weiterhin) tanze ich sehr gerne. Sei es in der Disco, zu Hause im Wohnzimmer oder im Zumba-Kurs. Aber damit ich dauerhaft etwas mehr Sport mache, musste eine neue Methode her: Challenges. Ich bin riesengroßer Fan davon. Es gibt nichts, was mehr fordert und gleichzeitig motiviert, als eine ordentliche, abartig anstrengende Challenge. Meine Erste war eine 30-day-ab-challenge, die ich leider damals an Tag 17 abbrechen musste, als mein Blinddarm beschlossen hat zu reißen. Ich glaube übrigens: Da bestand kein Zusammenhang zwischen Challenge und Blinndarm. ;)

Aktuell habe ich mich dann mal auf die Squats gestürzt. Tag 26 and going on. Eine bestimmte, sich steigernde Anzahl an Übungen zu absolvieren bringt einen zwar zeitweise um, ist aber auch extrem toll, um danach sogar noch mehr zu machen. Frei nach dem Motto: Das Soll habe ich erledigt, jetzt kommt die Kür. Und es funktioniert so gut, dass ich momentan neben der Challenge auch noch andere Übungen aus der ab-challenge mache UND joggen gehe – je nachdem, wozu ich Zeit und Lust habe.

Wer mag, kann gerne auch mal bei meinem Instagram-Kanal vorbei schauen: Dort halte ich euch bei den Stories auch immer auf dem Laufenden, was meinen aktuellen Sportstand angeht. Ein paar heimliche Ziele für die Zukunft habe ich dennoch. Ganz fest auf meiner To-Do-Liste stehen noch ein Probetraining im Fitnesstudio (von dem ich aber nicht ausgehe, dass das etwas für mich ist), mal wieder zu Uni-Sportkursen zu gehen (sobald die nach den Sommerferien wieder anlaufen) und tatsächlich mal etwas Exotisches zu wagen: Pole Dance!

Not going to do that

Damit mein Gesundheitsprogramm auch ganzheitlich Sinn macht, hatte ich mir überlegt, mich auch von jetzt auf jetzt gesund zu ernähren. Dazu ist zu sagen: Ich liebe fettiges, ungesundes Essen. Pizza, Pasta, Burger, Schokolade, Schokolade, Schokolade. Mein Mittagessen sah die letzten 3 Wochen ungelogen so aus:
Pizza: 4x
Pasta: 6x
Burger: 2x
Döner: 1x
Kuchen: 1x
Anderes: 4x (Reispfanne, Braten, 2x Linsensuppe)

Ich habe verdammtes Glück, dass ich mir das leisten kann, ohne wie ein Hefeteig auf zu gehen. Denn morgens gibt es bei mir standardmäßig Cornflakes/Schokomüsli und abends Toast mit Remoulade und Käse und Schinken. Von meinem „zweiten Frühstück“ aka Schokolade pünktlich um 10 Uhr fange ich lieber gar nicht erst an.

Also habe ich eingesehen, dass da noch Luft nach oben ist – so gesundheitstechnisch.

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Das große ABER folgt. Mein Körper ist da einfach nicht so für gemacht.
Wenn alle meine Kolleginnen mittags genüsslich ihren Salat essen, bekomme ich davon Bauchschmerzen. Das macht mich weder satt, noch glücklich. Wenn man liest, dass Chia-Pudding ja so lange satt macht und mein Bauch sich 1,5 Stunden später schon anfühlt, als würde er sich selber verdauen, dann zweifel ich manchmal an mir. Oder daran, dass andere Menschen wirklich mit Befriedigung Salat essen. Genauso halte ich es für eine fiese Lüge, dass man gar nicht wirklich Hunger auf Zucker hat, sondern nur dehydriert ist. Ich trinke definitiv genug Wasser und esse zwischendurch tonnenweise Obst – ohne etwas schokoladiges drehe ich trotzdem durch.
Es gibt also Dinge, die muss man wohl einfach nicht mitmachen. Wie zum Beispiel gesunden Kram essen, der einen nicht glücklich macht. Wohl werde ich jetzt mal öfter selber kochen und mir auch Chia-Pudding gönnen – aber mich auf gesundes Essen zu beschränken, sehe ich nicht ein. Davon abgesehen will sicherlich sehr schnell niemand mehr etwas mit mir zu tun haben, wenn ich permanent auf Schokoentzug und hungrig rumlaufe. Der Typ aus der Snickers-Werbung ist dagegen nämlich ein Sonnenschein. ;)

Mein persönliches Fazit? Man muss nicht alles mitmachen. Es reicht das zu tun, mit dem man sich wohl fühlt und sowieso ist es am besten, einfach auf seinen Körper zu hören. (Und mein Körper wimmert nun mal ununterbrochen Scho-ko-laaaaade)

Wie sieht es bei euch aus: Seid ihr auch schon dem Gesundheitswahn erlegen? Was tut ihr, um fit zu bleiben?

3 Comments
  • Cat
    Posted at 09:53h, 24 August Antworten

    Ich habe vor zehn Wochen mit Weight Watchers angefangen. Ich achte zwar mehr auf meine Ernärhung, verzichte aber trotzdem nicht auf meine heißgeliebte Pasta. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel Spaß machen könnte :) Allerdings hatte ich das auch bitter nötig, da ich in den letzten Jahren unheimlich viel zugenommen habe und mich selbst nicht mehr sehen konnte. Mittlerweile habe ich schon 11 Kilo runter, ohne hungern zu müssen, und fühle mich damit sehr wohl. Eine Sportskanone war ich leider nie, möchte mich aber nun daran versuchen, öfter schwimmen zu gehen. Naja, die guten Vorsätze und so, wa?
    Diese ganzen fit- und gesund-Trends mache ich allerdings nicht mit und schaue einfach, wo meine Wohlfühl-Zone liegt, in der ich mich trotzdem gesund ernähre. Mein Körper wirds mir danken :)

  • Stefanie
    Posted at 23:29h, 25 November Antworten

    Ich musste richtig lachen! Ein paar Sätze von dir sind echt große Klasse! :D

    Ich esse gerne gesund, mit Lieblingsmenschen; halte mich mich durch-die-Stadt-walken fit und manchmal schaffe ich es sogar auf Yoga/Gymnastikmatten, ebenso möchte ich in Richtung Schaukampf-Schwert-Training gehen. Ebenso mal klettern…irgendwann :D

    Aber wenn meine beste Freundin anfängt zu backen… dann schwelge ich im Himmel.

  • Pingback:Was ist eigentlich gutes Essen? Lernen, auf den Körper zu hören
    Posted at 20:53h, 09 August Antworten

    […] eine bestimmte Ernährung einzuschränken. Kohlenhydrate sind böse. Clean eating. Glutenfrei. Healthy as fuck. Fuck […]

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