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Ernährung gegen Pickel – Ist Milch schuld an Pickeln?

Unser größtes Organ: Die Haut

Oft beschäftigen wir uns erst mit unserer Haut, wenn es Probleme gibt. Wenn wir uns fragen, welche Ernährung gegen Pickel hilft oder wie wir  Mitesser und andere Hautprobleme loswerden. Dabei ist sie unser größtes und vielseitigstes Organ. Sie umgibt uns nicht nur Außen, sondern verläuft auch in unserem Körper weiter und dient unter anderem als Schutz vor Umwelteinflüssen. Innen hilft sie bei der Aufrechterhaltung unseres chemischen Gleichgewichtes, dem Stoffwechsel und unserem Immunsystem.

Daher zeigen sich Ungleichgewichte innerhalb unseres Körpers auch schnell als erstes auf der Haut: in Unreinheiten, Ausschlägen, Schuppenflechte und Co. Diese nur äußerlich mit Cremes und Waschgelen zu behandeln, reicht daher nicht aus. So bekämpft man zwar das Symptom, nicht aber die Ursache.

Studien auf dem Gebiet legen nahe: Hautprobleme lassen sich durch die Ernährung in den Griff bekommen. Insbesondere Milch rückt dabei immer mehr in den Fokus.

Ursachen unreiner Haut

Wie angesprochen hat die Haut viele Funktionen. Unreinheiten können daher viele Ursachen haben und auf hormonelle Schwankungen, Stress, Ernährung oder das Klima zurück zu führen sein. Die Hautunreinheiten treten dann in verschiedenen Regionen des Körper aus: Im Gesicht (T-Zone), Dekollteé oder Rücken.

Insgesamt entstehen Mitesser durch Entzündungen der Haut, eine Talgüberproduktion oder eine veränderte Bakterienbesiedlung.

Mikroentzündungen

Mikroentzündungen der Haut treten schnell bei hormonellen Veränderungen auf. Vermehrt also in der Pubertät oder falscher Ernährung. Im Prinzip zeigt die Haut uns außen an, was innen im Körper passiert. So gesehen beginnt eine gesunde Haut bereits im Darm!

Unreine Haut durch Milch?

Genau hier setzt die Theorie an, dass unreine Haut durch Milch und Milchprodukte verursacht werden kann. Auch eine sehr kohlenhydratlastige Ernährung (vor allem Zucker) steht immer wieder in Verdacht, Akne und Mitesser zu begünstigen.

Um eine Ernährung gegen Pickel und für einen gesunden Darm umsetzen zu können, muss man also verstehen, wie Milch wirkt.

Wachstumsfaktoren (IGF-1)

Mehrere Studien belegen, dass Insulin und insulinähnliche Wachstumsfaktoren (IGF-1) an der Entstehung von unreiner Haut beteiligt sind. Eigentlich ist Insulin wichtig für die Regulierung unseres Blutzuckerspiegels. Nachdem wir eine Mahlzeit zu uns genommen haben, gelangen die Kohlenhydrate in den Darm und werden in Glukose (Zucker) umgewandelt und vom Blut aufgenommen. Insulin sorgt dafür, dass der Zucker aus der Blutbahn heraus und von Leber, Muskeln und Fettzellen aufgenommen wird.

Bei eine gesunden, ausgewogenen Ernährung ist es also ganz normal, dass der Insulinspiegel im Körper nach einer Mahlzeit ansteigt. Nur so können ist eine gesunde Körperfunktion möglich. Ist der Insulinspiegel allerdings oft und über lange Zeiträume erhöht, so führt dies zu gesundheitlichen Problemen – wie zum Beispiel Diabetes. Oder einer schlechten Haut, die sozusagen der erste Hinweis dafür ist, dass etwas nicht ganz richtig läuft.

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Milch und IGF-1

Interessant ist, dass nicht nur Kohlenhydrate für einen Anstieg des Insulinspiegels sorgen, sondern vor allem auch Milch einen sehr hohen Ausschlag verursacht. Sogar höher, als manche Weißbrote! Die in verschiedenen Studien festgestellten Werte schwanken zwischen 10 und 16% Erhöhung des Insulinspiegels, wenn täglich Milch konsumiert wird. Wer also jeden Morgen zum Frühstück Müsli mit Milch isst und im Laufe des Tages noch Milchprodukte zu sich nimmt, der erhöht schnell seine Werte.

Gerade bei Sportlern ist das schnell ein Problem: Wer Muskeln aufbauen will, der greift zu proteinreichen Nahrungsmitteln. Darunter fallen jegliche Milchprodukte und/oder Proteinshakes, die mit Milch zubereitet werden. Proteinpulver selber wird meistens auch aus Milch gewonnen. Schnell kommt man so auf über 300ml Milch pro Tag und zusätzlich Joghurt, Quark, Käse und Co.

Ernährung gegen Pickel – der Selbstversuch

Und obwohl die Studien nicht neu sind und man dutzende Quellen dafür im Internet findet, scheinen die meisten Ärzte nicht davon zu wissen. Im Laufe meines Lebens war ich schon bei mehreren Hautärzten und keiner konnte mir bei Hautproblemen weiterhelfen. „Das ist nun mal so.“ „Das bleibt bei Ihnen auch.“ waren die Sätze, die ich am häufigsten zu hören bekam. Und im Anschluss das Rezept für irgendeine alkoholische Waschlösung (die natürlich nichts brachte).

Als ich dann vor Kurzem das erste Mal von der Problematik der Milch hörte und meinen Milchprodukte-Konsum überdachte, kam die Idee zum Selbstversuch. Ernährung gegen Pickel – das muss doch möglich sein. Parallel zu meinem Projekt Sixpack in 4 Wochen beschloss ich also, möglichst meinen Milchkonsum einzuschränken.

  • Statt Milch morgens Sojamilch im Müsli
  • Kaffee nur noch schwarz
  • Joghurt, Quark und Käse höchstens 300 Gramm pro Woche essen
  • Sahne und Milchschokolade ganz weg lassen

Fazit: 3 Wochen ohne Milchprodukte

Zuerst hat sich gar nichts getan. Nach einer Woche ohne meinen heißgeliebten Quark und Käse war ich eher grummelig, als alles andere. An der Haut hatte sich auch nichts verändert, aber es war ja auch erst eine Woche rum. Nach drei Wochen durchhalten ist allerdings klar: Die Milch ist zumindest ein Faktor, der in das Hautbild hinein spielt! Meine insgesamt proteinreichere Ernährung (Ei, Brokkoli und Co.) mag schon dazu beitragen, die Milch weg zu lassen, hat aber noch einmal einen Schub gegeben. Die Haut ist so viel besser!

Die Ernährungsumstellung werde ich also beibehalten und kann sie nur empfehlen, wenn ihr Probleme mit Unreinheiten habt. Jetzt gilt es, geeigneten Ersatz für die Milchprodukte zu finden.

Welche Alternativen zu Milch für das Hautbild?

Sojamilch/Mandelmilch/Hafermilch ist schon mal eine Möglichkeit. Auch in Richtung Sojajoghrut findet man zum Glück immer mehr Möglichkeiten im Supermarkt. Aber noch habe ich die Hoffnung auf Quark und tonnenweise Käseaufläufe nicht aufgegeben. Es gibt Hinweise darauf, dass fermentierte Milchprodukte keinen negativen Effekt auf das Hautbild haben. Der Großteil von IGF-1 wird während der Fermentation nämlich inaktiviert. Darunter fallen gereifte Käse, Buttermilch, Kefir, Skyr und Co. Diese Milchprodukte werden durch die Säuerung mit probiotischen Milchsäurebakterien gewonnen –  was gesund für die Darmflora ist.

Ernährung gegen Pickel

Bei der Ernährung gegen Pickel ist es also sinnvoll auf den Milchkonsum zu achten. Welche Alternativen es gibt und wie man nicht auf alles verzichten muss, habe ich euch vorgestellt. Meine Frage an euch: Wie viele Milchprodukte konsumiert ihr die Woche über und worauf möchtet ihr nicht verzichten?

ernährung gegen pickel milch

 

Bildcredits
Frau in Wanne: Photo by Rakicevic Nenad on Unsplash
Milchtasse: Photo by Noemí Jiménez on Unsplash
Fruit Loops in Milch: Photo by David Streit on Unsplash

Summary
Ernährung gegen Pickel
Article Name
Ernährung gegen Pickel
Description
Ernährung gegen Pickel: Trotz gesunder Ernährung kann es vorkommen, dass man eine ungesunde Haut hat. Studien ergeben, dass es an Milchprodukten liegen könnte. Die Fakten und mein Selbstversuch zum Thema Ernährung gegen Pickel und Verzicht auf Milch findet ihr auf dem Blog.
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12 Comments

  1. L♥ebe was ist 2. April 2018

    ein äußerst informativer Beitrag meine Liebe!
    ein bisschen fühle ich mich jetzt an mein Studium erinnert mit den ganzen IGF’s und Co. ;)
    aber es ist eben auch eine eigene Erfahrung, die ich mit dem Weglassen von Milchprodukten gemacht habe … von daher finde ich es nochmal super spannend von dir zuhören, dass du mit den Milchalternativen auch so gute Erfahrungen gemacht hast!

    ich ersetze Joghurt und Quark übrigens durch Soja-Alternativen, im Kaffee mag ich aber am liebsten Hafermilch – absolute Empfehlung :P

    hab noch einen schönen Feiertag und liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

    Antworten
    1. Sarah 3. April 2018

      Ja stimmt, damit dürftest du im Studium auch gequält worden sein :D
      Ich finde es so krass, dass die Lösung bei ganz vielen Dingen einfach die Ernährung ist… und dass noch immer leider viele Ärzte da scheinbar nicht geschult sind und stattdessen irgendwas verschreiben.

      Hast du einen heißen Tipp, was für Sojaalternativen es für Joghurt und Quark gibt? In meinem Penny gibt’s leider nichts – ich müsste mal in einem größeren Supermarkt gucken. :P

  2. Who is Mocca? 2. April 2018

    Interessanter Post. Ich denke es kommt auch einfach immer auf die eigene Haut an. Ich merke es aber auch selbst: Ernähre ich mich vorwiegend vegan, merke ich auch ein ausgeglicheneres Hautbild. :)

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

    Antworten
    1. Sarah 3. April 2018

      Spannend, dass die Ernährung bei so vielen einen Einfluss darauf hat! :)

  3. Ramona Stuttgart 2. April 2018

    Hey meine Liebe,

    super interessanter Post!
    Ich kann mir tatsächlich vorstellen, dass unsere Haut Milchprodukte nicht sooo toll findet.
    Ich leide an Lebensmittelunverträglichkeiten und kann daher einiges nicht essen- komischerweise vertrage ich Milch und deren Produkte immer noch ganz gut und ich habe Glück mit meiner Haut, ich hatte nicht mal in der Puppertät mit pickeln zu kämpfen…. das blieb mir verschont! ;-)

    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Sarah 3. April 2018

      Ah ich hätte auch gerne mit meiner Haut Glück :D Aber man kann ja nicht alles haben. Unverträglichkeiten sind dafür auch kein Spaß, das glaube ich dir gerne. War es für dich schwer, dich umzustellen?

      Liebe Grüße
      Sarah

  4. Carrie 3. April 2018

    Ich habe auch immer Probleme mit meiner Haut. Vielen Dank für den interessanten und informativen Beitrag dazu
    http://carrieslifestyle.com

    Antworten
    1. Sarah 3. April 2018

      Dann hoffe ich, dass dir der Beitrag hilft :) Einfach mal ausprobieren, ob du auch darauf anspringst.
      Liebe Grüße
      Sarah

  5. Sarah 3. April 2018

    Das ist ja interessant. Ich wusste schon das die Ernährung eine sehr wichtige Rolle spielt, aber das es insbesondere Milch ist die dazu beiträgt war bis bisher nicht so bewusst. Kaffee schwarz ? Ohje da werde ich meine Probleme haben haha

    Antworten
    1. Sarah 3. April 2018

      Komplett Schwarz ist mir Kaffee auch zu bitter. Ich kipp immer noch etwas Süßungsmittel rein ;) Aber da gewöhnt man sich dann schnell dran und die Milch vermisst man gar nicht mehr. :)

      Liebe Grüße
      Sarah

  6. Katii 3. April 2018

    Ich glaube auch, dass Milch schlecht für die Haut ist… Ich hab mal eine Zeit lang auf alle Milchprodukte verzichtet und gemerkt, dass ich viel weniger Pickel hatte…
    Allerdings liiiebe ich Milchprodukte total und nehm die schlechtere Haut deshalb trotzdem in Kauf ;)

    Alles Liebe, Katii – Süchtig nach…

    Antworten
    1. Sarah 3. April 2018

      Kann ich auch verstehen. :D Ich bin wie gesagt selber totaler Quark- und Käsefan. Komplett und für immer drauf verzichten werde ich vermutlich nicht, aber zumindest ein wenig einschränken. :)

      Liebe Grüße
      Sarah

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