Den Alltag entschleunigen

Den Alltag entschleunigen

Den Alltag gekonnt entschleunigen – Was eine Schildkröte uns beibringen kann (Tag 1)

Eine Schildkröte? Uns was beibringen? Klingt absurd, aber ist tatsächlich der Ansatz, den dieses Buch verfolgt. Ich habe mir mal etwas fernöstliche Weisheit gegönnt und „IMG_20150212_205054Die 7 Geheimnisse der Schildkröte“ gekauft.

Und warum? Weil ich – wie vermutlich viele von euch auch – ab und zu einfach viel zu gestresst bin. Mich bringt jede Kleinigkeit auf die Palme. Und sei es nur mein Freund, der beim Zocken seinen PC beleidigt, die langsame Frau vor mir an der Kasse oder der Autofahrer, der mir die Vorfahrt genommen hat. Aber ehrlich gesagt nützt es ja nichts, sich ständig über alles und jeden aufzuregen. Kostet nur meine Nerven, Energie und Wohlbefinden. Deshalb wollte ich mal etwas Neues ausprobieren und dachte mir: die tiefenentspanntesten Menschen auf diesem Planten sind doch die, die sich mit fernöstlicher Philosophie beschäftigen. Also einfach mal ein winziges bisschen Inspiration holen und es auch mal ausprobieren.

Das Buch ist in – wie der Titel es schon sagt – 7 Weisheiten unterteilt, die helfen sollen den „Alltag zu entschleunigen“. Mein Ziel ist es, jeden Tag eine der Weisheiten zu lesen und die dort angegebenen Übungen einmal auszuprobieren.

Tag 1 bringt auch schon gleich in der Theorie den harten Stoff: Gelassenheit. Unterteilt in drei Schritte soll man zur Ruhe komme können.
1. Den Körper entspannen (Okay. Das kriege ich hin!)
2. Zur Ruhe kommen (Schon schwieriger wenn der Kopf voll mit Gedanken ist)
3. Innerlich loslassen (was auch immer das bedeuten soll…)

Klingt schon interessant? Fand ich auch! Und habe die Atem- und Muskelübungen aus dem Buch direkt mal ausprobiert und für gut befunden. Die Entspannung klappt also zumindest kurzfristig schon mal ganz gut. Nur das mit dem Loslassen scheint mir schwerer zu fallen. Man soll sich an nichts mehr „klammern“ – weder Materielles, noch andere Menschen. Weder an Positives, noch Negatives. Weder an Verhaltensmuster, noch Prinzipien. Und schon gar nicht an das eigene Ego. Aber puuuh, wenn es mich doch nun mal total stört, wenn die Wohnung aussieht, als wäre eine Bombe eingeschlagen: wie dann davon lösen sich darüber aufzuregen, wenn keiner aufräumt? Ich befürchte, da dran muss ich noch ein bisschen weiter arbeiten ;)

Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt wie es weiter geht (nächste Weisheit: Langsamkeit. Ich habe das Gefühl, dass mir das einfacher fallen wird) und melde mich morgen dann mit dem nächsten Kapitel zurück. Von euch würde ich ja gerne mal wissen, ob ihr euch auch vorstellen könnt, so ein wenig Weisheit und Ruhe gebrauchen zu können oder, ob ihr das alles für Humbug haltet. Beruhigt hat mich jedenfalls schon mal, dass direkt am Anfang des Buches steht, dass man sich nicht in Wallekleider werfen muss oder esotherisches Brimborium braucht, um sich mit so einer Lebensphilosophie einzulassen.

7 Comments
  • Nicole
    Posted at 10:25h, 13 Februar Antworten

    Ich beschäftige mich auch gerade mit ähnlichen Themen und möchte es mit Meditation probieren – jedoch halt auch ohne diesen Esoterik-Kram dabei. Lese nun gerade das Buch „8 Minute Meditation“ von Victor Davich.
    Gerade das Loslassen bereitet mir auch Schwierigkeiten. Jedoch erfordert das einfach Zeit und Gewöhnung, wie der Autor im Buch versichert. Bin gespannt, wohin mich das führt. Das Buch ist als „8 Wochen Kurs“ aufgebaut und so hoffe ich doch, dass ich dran bleiben kann.

    • admin
      Posted at 12:05h, 13 Februar Antworten

      Klingt auch interessant! Bei mir wird als nächstes Yoga ausprobiert. Wäre spannend, wenn du in 8 Wochen noch mal Bescheid gibst, wie deine Erfahrung damit nun waren!

  • Millie
    Posted at 12:52h, 15 Februar Antworten

    Deine Buchvorstellung im Video hört sich ja vielversprechend an – ich hab kurz reingelesen und… schnell eine e-Mail an meine Lieblingsbuchhandlung geschrieben, damit sie es mir möglichst bald zuschicken :D
    Danke für den Tipp – ich bin sehr gespannt!
    LG, Millie

    • admin
      Posted at 12:54h, 15 Februar Antworten

      Freut mich, dass dich das Buch interessiert :) Bin bis jetzt sehr positiv davon angetan (bin jetzt knapp bei der Hälfte) und hoffe, es bleibt so toll!

  • Verena
    Posted at 13:02h, 15 Februar Antworten

    Das Buch klingt interessant. Da ich momentan auch durch den Job ziemlich im Stress bin, wäre es mal einen Versuch wert sich da ein paar Tipps zu holen. Danke für den Vorschlag!

  • Patrizia
    Posted at 20:34h, 17 Februar Antworten

    Vielleicht ein klitzekleines bisschen off-topic, aber ich muss immer wieder schmunzeln, wenn Westler von fernöstlicher Philosophie und Entspannung regen, denn obwohl so Sachen wie Yoga, Tai Chi & Co. natürlich aus Fernost kommen und der Entspannung dienen, leben die meisten Menschen in Indien, China & Co. ein extrem stressiges, von Perfektionismus und vor allem MEga-Produktivität geplagtes Leben. Da ist nix mit Entspannung (außer vielleicht bei mega reichen Leuten). Da die Firma, in der ich arbeite, zu 83% japanisch ist und unser Hauptgeschäft in China stattfindet bzw. ein Teil unserer Hardware aus Indien und Thailand kommt, erlebe ich das hautnah und frage mich oft, woher diese verträumte Art von uns Westlern kommt, wenn es um Entspannung geht. Nur von den Philosophen?!

    • admin
      Posted at 21:45h, 17 Februar Antworten

      Stimmt, ich denke natürlich auch, dass sich das nur auf die Philosophie/Religion bezieht. Ist eine Vereinfachung. wenn ich es dann als „Mentalität“ bezeichne ;)

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