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Mit „Der Junge im gestreiften Pyjama“ versucht Boyne, wie viele vor ihm, ein sensibles Thema aufzugreifen und zu verarbeiten. Seine spezielle Sichtweise – durch die Augen eines Kindes – bietet eine neue Perspektive, kann aber leider absolut nicht überzeugen.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Daniel Glattauer mit seinem Buch eine ganze Schar von Frauen dazu gebracht hat, an wildfremde Leute Mails zu verschicken und zu hoffen, dass sie ebenfalls auf einen Leo Leike treffen. Denn viel mehr 21.-Jahrhundert-Romantik kann man gar nicht zwischen zwei Buchdeckel pressen.

„Der Krieg der Kinder“ ist das Finale der epochalen Trilogie Maxime Chattams, die uns Leser in eine völlig veränderte Welt entführt. So geht die Reihe nicht leise und klanglos, sondern mit einem großen Knall zu Ende und bezaubert genauso wie seine Vorgänger.

Dank Ruta Sepetys taucht man mit „Und in mir der unbesiegbare Sommer“ tatsächlich in ein Kapitel Weltgeschichte ein, das erstaunlicher- und traurigerweise in der Schule oft übergangen wird und liest auf einfühlsame, mitreißende Art über das Schicksal vieler Menschen zwischen den Jahren 1940 und 1951.

Sowohl Spannung, als auch schwarzer Humor und etwas Zynismus werden bei Kurkows neuem Werk versprochen. Tatsächlich hält „Der wahrhaftige Volkskontrolleur“ an vielen Stellen, was er verspricht, doch hundertprozentig überzeugen konnte mich das Buch dennoch nicht.