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[#2] Mein Amazon Kindle Testbericht: Fazit

[#2] Mein Amazon Kindle Testbericht: Fazit

Der aktuelle Kindle von Amazon ist momentan in aller Munde. Deshalb wollte ich es mir nicht nehmen lassen und ihn mal auf Herz und Nieren testen. Hier nun mein Fazit.

Design und Nutzung
Der Kindle ist recht schlicht in seinem dunklen Grau. Wenn man ihn ausgepackt hat, fällt wohl als erstes auf, dass er wirklich sehr flach und leicht ist. Außer dem Bildschirm und ein paar wenigen Tasten gibt es nicht viel zu sehen. Und gerade diese Schlichtheit überzeugt. Denn zum einen ist es für Vielreisende unheimlich praktisch nicht ein schweres Buch in der Tasche zu haben, sondern nur das federleichte Gerät. Zum anderen erleichtern die wenigen Tasten die Bedienung ungemein. Man findet sich intuitiv zurecht und muss gar nicht großartig im Handbuch lesen, bevor man mit der Benutzung wirklich loslegen kann.
Da es sowohl auf der rechten, als auch auf der linken Seite jeweils eine Taste zum Vorwärts- bzw. Rückwärtsblättern gibt, sollte das Gerät auch für Rechts- und Linkshänder gut geeignet sein. Etwas komplizierter wird es, wenn man sich beim Lesen Textstellen markieren möchte und die vielen Feinheiten des Geräts ausnutzen möchte. Dafür lohnt sich ein Blick ins Handbuch dann schon – aber so lange es nur um das tatsächliche Lesen geht, sollte jeder sofort ein Verständnis für die Handhabung entwickeln.


Vor- und Nachteile

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: durch die E-Ink ist es tatsächlich so, als würde man ein Buch vor sich haben. Das lange Lesen ermüdet die Augen bei weitem nicht so sehr, als hätte man einen PC vor sich und die lange Akkulaufzeit (bei ausgeschaltetem Wi-Fi) ermöglicht es, viele Bücher zu lesen, bevor man den Gang zur Steckdose (bzw. zum PC) machen muss. Dass man allerdings überhaupt darauf achten muss, dürfte natürlich immer ein kleiner Minuspunkt für eingefleischte Buchliebhaber sein – denn schließlich kann Unaufachtsamkeit bedeuten, dass man seine Lektüre unterbrechen muss um schnell das Gerät zu laden.
Und obwohl der Kindle viele Formate unterstützt (AA, AAX, AZW, MP3, PDF, PRC und TXT), fehlt doch das gängige epub-Format. Eine Einschränkung, die man im Vorfeld wissen sollte, da es unter Umständen schwierig bis unmöglich wird ein eBook auf den Kindle zu transferieren, das nicht bei Amazon gekauft wurde. Das große und vielfältige Angebot im Amazon-Shop sollte allerdings darüber hinweg helfen.

Zusammengefasst
Der Kindle ist praktisch, vom Design her nett und die Möglichkeiten damit riesengroß. Es wird vermutlich nicht gedruckte Bücher ersetzen können (dazu ist das gewohnte Lesen einfach zu schön), aber es bietet neue Möglichkeiten. Besonders für Leute, die viel unterwegs sind, dürfte die Bibliothek im Miniformat eine große Erleichterung sein. Auch für kurze Strecken lohnt es sich den Kindle schnell an zu machen, da man mit gerade mal zwei Tastenklicks wieder im Buch abtauchen kann. Wer allerdings auf das typische Gefühl beim Lesen (Seiten umblättern, Geruch von Papier etc.) nicht verzichten möchte, ist der Kindle noch immer eine fantastische Ergänzung zum Buchregal. Besonders durch den Amazon Kindle Direct Publishing Service gibt es viele Jungautoren aus dem englischen Sprachraum zu entdecken, deren Bücher in Selbstvermarktung erschienen sind. Und da sind einige Perlen darunter, die man für unter einem Euro erwerben kann. Der Kindle bietet also Viellesern auch kostengünstig die Chance über den Tellerrand zu schauen und fernab der von Großverlagen publizierten Bücher den einen oder anderen Schatz zu finden.

Persönlicher Eindruck
Ich selber bin und bleibe Buchfan. Es ist einfach toll seine gelesenen Bücher zu Hause im Regal stehen zu haben und sich mit einem Buch abends gemütlich aufs Sofa zu setzen. Doch ich war selber überrascht, wie gut mir der Kindle gefallen hat. Wenn man ihm eine Chance gibt, kann er zwar die Lesegewohnheiten nicht umkrempeln, sie aber bereichern und erweitern. Die Anschaffung ist definitiv eine Überlegung wert.

Fotos
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Amazo Kindle
Wi-Fi
15 cm (6 Zoll) E Ink Display
deutsches Menü
170 Gramm
99€

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5 Comments

  • Lisa 29. Januar 2012 19:32

    Hört sich doch auch ganz gut an :) Ich bin aber auch sehr, sehr glücklich mit meinem Sony Reader! Denke aber nicht, dass die beiden wesentlich große Unterschiede haben, für mich war am Ende sogar das Design ausschlaggebend.

  • HOLYKATTA 5. Februar 2012 16:56

    also ich würde es mir nicht kaufen =//

  • Cherry 7. Februar 2012 11:48

    Für das Epub-Problem gibt es übrigens eine kostenlose Lösung. Im Internet findet man einige Converter, die es erlauben das epub-Format zum Mobi umzuwandeln.

    Ich liebe den Kindle :)

  • Lars 24. Februar 2012 09:43

    Das mit dem ‚Bücher in Regalen ist toll‘ kann sich bei vielen Büchern platztechnisch und bei Umzügen aber auch als großer Horror erweisen. Von daher bin ich über den Kindle sehr dankbar. Und @Cherry: Das mit dem Converter – der bekanntesten dürfte wohl Calibre sein – stimmt, allerdings nur in Bezug auf nicht kopiergeschützte Epub-EBooks. Heißt, anderswo gekaufte Epub-EBooks lassen sich nicht (legal) auf den Kindle übertragen.

    • admin 24. Februar 2012 21:57

      @Lars: Ja, wem sagst du das! Ich wohne z.zt in einer winzigen Studentenbude und von Platzmangel kann ich ein Lied singen. Wenn ich in zwei jahren hier ausziehe, wird das… „lustig“ meine Bücher alle hier wieder raus zu schleppen. Aber drauf verzichten möchte ich auf keinen Fall.

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