Trend Persönlichkeitsentwicklung?

Es gab schon so viele Trends. In den 80ern waren es die Yuppies. Es folgte der neue Fitnesswahn. Gesundheits-Optimierung. Und jetzt eben die Persönlichkeitsentwicklung, in der eigentlich ein wenig von allem anderen steckt, aber irgendwie neu und schick und vielversprechend klingt.
An jeder Ecke hört man das geflügelte Wort mittlerweile. Die Buchläden stehen voll von gerade erschienenen Ratgebern und Podcasts wie von Laura Seiler, Christian Bischoff, Dirk Kreuter und Matthew Mockridge dominieren die Topcharts.

Doch was ist das eigentlich und braucht man das?

Persönlichkeitsentwicklung – was ist das?

Vereinfacht versteht man darunter, dass jeder Mensch sich selber noch ein wenig besser kennenlernen kann. Und wenn man sich erst einmal kennt, dann kann man seine Stärken gewinnbringender einsetzen – ob im Job, der Beziehung oder generell im Leben, um mit Krisen klar zu kommen. Wer stillsteht, wird in seinen Defiziten bleiben und nicht das Beste aus seinem Leben herausholen. Wer sich weiterentwickelt, dem liegt die Welt zu Füßen.
Coaches erklären, dass man nur so sein volles Potential ausschöpfen kann. Und wer will heutzutage schon mittelmäßig sein?

Trend oder Tugend?

Ich glaube ja, dass Trends immer eine Daseinsberechtigung haben. Sie spiegeln für gewöhnlich eine Notwendigkeit, eine Sehnsucht oder ein Problem unserer Zeit wider. Gerade mit den Millennials, der Y-Generation, hat sich vieles verändert. Das erste Mal, dass wir unser Leben nach Lust und nicht nach Verpflichtung ausrichten können. Viel wird hinterfragt, oft sogar zerdacht und sich im Kreis gedreht.

In einem Podcast hörte ich die passende Zusammenfassung der Urangst des Millenials: Wir können tun, was wir wollen. Aber es gibt immer mehr Menschen, die auf dem gleichen Gebiet wie wir exzellent sind. Jedem in unserer Gesellschaft stehen die Türen zur gleichen Bildung, Chancen und Möglichkeiten offen. Will man herausragen, reicht Exzellenz allein nicht mehr aus. Man muss als Person unersetzlich werden.

Daher boomen auch die „Influencer“, die nichts weiter vermarkten als sich selber. Daher passt es so wunderbar in diese Zeit, dass man an sich selber arbeitet, sich weiterentwickelt und seine Möglichkeiten voll ausschöpft. Als Pessimist mag man den Vorgang als „Optimierung“ bezeichnen und leise darauf hinweisen, dass es das Risiko birgt, dass wir alle zu Robotern werden.

5 Stunden Schlaf müssen reichen. Es ist noch so viel zu tun. Ich muss noch eine Fremdsprache lernen. Und ins Fitnessstudio. Der Bioladen macht erst um 10 auf. Wenn ich noch eine Stunde länger im Büro bleibe, verpasse ich zwar den Anfang des Networking-After-Work-Events, aber kann vielleicht noch einen weiteren Kunden gewinnen. Keine Zeit für Beziehungen, zum Glück gibt es Tinder. Wir wissen doch sowieso alle, dass es da draußen immer noch jemanden gibt, der noch besser zu uns passt.

Optimistisch betrachtet

Aber weg vom Pessimismus hin zum halbvollen Glas. Persönlichkeitsentwicklung IST wichtig in unserer Zeit und unserer Generation. Eigentlich in jeder Generation. Nicht nur, um den besseren Job, den besseren Partner oder den besseren Körper zu bekommen – sondern auch, um zu verstehen wie wir besser mit Krisen umgehen können und es schaffen, tatsächlich ein Leben zu führen, das sich trotz der Hektik, des Leistungsdruckes und den kleinen Wehwehchen unserer Zeit für uns persönlich gut anfühlt.

Da kommt ihr ins Spiel. Und mein Blog. Grob gesagt passiert hier ja schon immer einiges in die Richtung „good life“ und genau das wird es ab jetzt noch mehr geben. Nicht, weil ich alles weiß und kann, sondern gerade weil ich keinen Plan vom Leben habe und das gemeinsam mit euch entdecken will. Mit was-katastrophal-falsch-machen und das-läuft-cool Erfahrungen. Es wird hier um Sport, Ernährung, Mental Health, Mediation, Weiterbildung, Entwicklung und Produktivität gehen. Tipps, Tricks und vor allem Anregungen, damit jeder selber herausfinden kann, was ihm weiterhilft.

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One thought on “Trend Persönlichkeitsentwicklung?

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