Motivation und Antrieb

Motivation und Antrieb

Die liebe Motivation hat sich mal wieder unter dem Bett verkrochen und will nicht gefunden werden? Der innere Schweinehund hat dafür das Kommando übernommen? Ja, kennen wir sicherlich alle. Die Frage ist nur: Was kann man dagegen tun?

Das ist eigentlich gar nicht so schwer. Motivation und Antrieb können immer entweder von innen oder von außen kommen. Finde also erst einmal heraus, worauf du besser anspringst.

Intrinsische Motivation

Die Motivation von Innen ist es, die auf lange Sicht am einfachsten dazu führt, dass man an etwas dran bleibt und nicht aufgibt oder nach Ausreden sucht. Sie wird gelenkt durch Spaß an etwas, durch Begeisterung und Glauben bzw. Werte und Wertvorstellungen. Haben wir also große Freude bei etwas oder lassen uns dafür begeistern, so gibt uns das den Antrieb es weiter zu machen.

Ein wichtiger Hinweis um herauszufinden, ob man sich überhaupt für die richtige Tätigkeit versucht zu motivieren. Komme ich zum Beispiel morgens einfach gar nicht aus dem Bett weil ich keine Lust auf die Arbeit habe, so nützt es auch nichts mich von außen motivieren zu wollen. Gibt es keinen inneren Antrieb, so wird das Vorhaben auf Dauer nicht funktionieren – sei es die Beförderung, für die Uniklausur zu lernen oder regelmäßig Sport zu machen.

Der erste Schritt zu neuer Motivation ist also immer: Das „Wofür“ zu hinterfragen und zu überprüfen, ob dies auf inneren Antrieb zurück zu führen ist. Das Gute an der intrinsischen Motivation ist also, dass sie die stärkste Form der Motivation ist. Das schlechte: sie muss nicht immer gut für uns sein. Daher noch ein Blick auf die extrinsische Motivation.

 

motivation und antrieb

Extrinsische Motivation

Wie die Silbe „ex“ schon verrät, geht es hier um Motivation, die von außen kommt. Damit können Lob und Anerkennung, Strafe und Angst oder auch das Selbstverständnis gemeint sein. Dass Strafe und Angst kein gesunder Motivator sind, müssen wir an dieser Stelle nicht diskutieren. 😉 Lob und Anerkennung hingegen sind ein fabelhafter Motivator. Sie helfen vor allem, um weiter zu machen, womit man schon angefangen hat. Dabei ist aber wichtig sich daran zu erinnern, dass Lob nicht unbedingt von Außen kommen muss. Man darf sich ruhig auch selber für erreichte Teilziele feiern, stolz auf kleiner Erfolge sein und sich immer wieder an diese erinnern. Besonders wenn man mal einen schlechten Tag hat hilft es Wunder, noch einmal vor Augen geführt zu bekommen, was man schon alles erreicht hat – und dass das noch lange nicht das Ende der Leiter war.

Bleibt noch das äußere Selbstverständis. Jeder hat ein Bild von sich selber, wie es die Umwelt wahrnehmen soll. Man soll klug oder witzig oder schön auf andere wirken. Soll geschickt in etwas Bestimmten sein oder anders aus der Masse herausstechen. Damit das erfüllt ist, ist man für gewöhnlich bereit daran zu arbeiten. Ein sehr starker Motivator, der perfekt für die Visualisierung seiner Ziele genutzt werden kann.

Visualisierung

Das ist es nämlich, was einem immer wieder Antrieb gibt: Das Ziel vor Augen haben. Überhaupt ein Ziel haben. Wenn also das „wofür“ klar ist und ebenso deutlich wurde, ob es sich um eine innere oder äußere Motivation handeln kann, dann kann man sich sein Zeil vor Augen führen.

Das Sixpack. Das teure Auto. Die 1,0 in der Prüfung.

An dieser Stelle wird gerne die herzzerreißende Geschichte von Jim Carrey ausgepackt, der sich noch zu seinen unerfolgreichen Zeiten einen Check über 10 Millionen Dollar ausstellte und siegessicher sagte: Den löse in 3 Jahren ein. Und es hat funktioniert. Keine Zauberei, kein Glück – er hatte ein Ziel vor Augen und hat hart dafür gearbeitet.

Teilziele einrichten

Ein Ziel vor Augen zu haben ist aber nur die halbe Miete. Je nach Größe des Ziels kann es sich wie ein unerklimmbarer Berg anfühlen. Das nimmt einem direkt die ganze Motivation. Von daher ist es wichtig, sich Teilziele zu setzen. Zum Beispiel für eine Klausur in Etappen und unterteilt in Themen zu lernen. Auf etwas zu sparen, in dem man den großen Betrag in viele kleine unterteilt (10 x 100€ z.B.) und so weiter. Nach jedem erreichten Teilziel kann man sich so freuen und weiß: Ich bin dem großen Ziel ein Stückchen näher gekommen.

motivation und antrieb

Ziele erreichen

Wie bereits gesagt ist die intrinsische Motivation der stärkste Motor. Die extrinsische ist allerdings der beste Helfer, den man sich vorstellen kann. Ist also eine längere Zeit die Motivation dahin, können ein paar kleine Tricks helfen.

Führe eine Liste über deine Erfolge oder mache anders möglich, dass du noch einmal vor Augen geführt bekommst, was du schon alles erreicht hast.

Schaue dir andere Leute an, die genau das erreicht haben, was du erreichen möchtest. Die Geschichten anderer Menschen zu hören, zu sehen, was sie schaffen, kann unheimlich inspirierend sein.

Und vor allem: Belohne dich selber. Gönn dir nach einem erreichten Teilziel etwas, über das du dich wirklich freust.

Natürlich gibt es trotzdem immer wieder Phasen, in denen man nicht 100% geben kann. Ein Ziel erfolgreich umzusetzen, ist keine gerade Linie, sondern eher eine Sinuskurve (googelt es, wenn ihr in Mathe nicht aufgepasst habt). An manchen Tagen ist man müde. Manchmal geht etwas schief. Es gibt Rückschläge und mehr als genug Dinge, über die man sich ärgern kann. Aber das ist das Schöne an Motivation: Versteht man einmal, wie sie funktioniert, so geht sie einem nicht abhanden. Dann darf man auch wissend mal einen Tag Pause machen und neue Kraft sammeln. Das Wichtigste ist einfach: Sein Ziel nicht aus den Augen verlieren – dann bleibt die Motivation von ganz alleine.

Zusammenfassung

  1. Ist deine Motivation intrinstisch oder extrinsisch begründet und ist sie überhaupt sinnvoll?
  2. Visualisiere dein Ziel deutlich.
  3. Gönn dir Pausen.
  4. Motiviere dich über Tiefs durch extrinsische Motivation hinweg.
  5. Bleib dran.

 

Und wie motiviert ihr euch?

More about Sarah

One thought on “Motivation und Antrieb

  1. Kathi

    Hello Sarah,
    mir gefällt Dein Artikel sehr. Er ist leicht verständlich geschrieben und bringt die unterschiedlichen Bereiche der Motivation gut auf den Punkt.

    Ich motiviere mich hauptsächlich intrinsisch; um genauer zu sein, ich weiß wie ich mich freuen werde wenn ich etwas fertig oder geschafft habe und fühle mich dann zufrieden.

    Viele Erfolg weiterhin für Deinen Blog und
    Liebe Grüße
    Kathi

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.