Bauchgefühl vs. Angst

Bauchgefühl vs. Angst

Habt ihr auch manchmal ein schlechtes Gefühl bei etwas gehabt und genau der Worst Case traf dann auch ein?

Klar, das kennen wir sicher alle. Die entscheidende Frage ist: Hattest du einfach recht oder bist du selber daran Schuld, dass es so gekommen ist?

Angst  und Negativität

Wie bereits in meinem Artikel zum Thema Mindset angeschnitten, hat unsere allgemeine Einstellung unheimlich viel damit zu tun, wie wir unser Leben wahrnehmen. Letztendlich hat dies einen direkten Einfluss auf das, was uns widerfährt.

Dazu ein kleines Beispiel: Nehmen wir an, ihr seid in einer Beziehung und irgendwie setzt nach und nach ein komisches Gefühl ein. Betrügt er/sie euch vielleicht? Lässt das Interesse nach? Ihr geratet, sobald ihr solche Gedanken habt, in eine negative Spirale.

Sofort wird euer Partner genauer unter die Lupe genommen und das Verhalten interpretiert. Streit entsteht häufiger weil ihr überall Anzeichen für eure Befürchtungen zu sehen meint – und schon steht die Beziehung wirklich auf der Kippe. Die eigenen negativen Gedanken (vielleicht ausgelöst durch Angst oder Unsicherheit) haben eure Wahrnehmung und euer Verhalten so direkt beeinflusst, dass es nur zu einem negativen Ausgang kommen konnte.

Was also tun?

Bauchgefühl

Einen Schritt vorher ansetzen: Beim Bauchgefühl. Dieses ist nämlich meistens ein hervorragender Kompass, an den man sich halten kann. Man muss nur lernen, sein Bauchgefühl zu verstehen und danach zu handeln.

Um wieder auf das Beispiel von oben zu kommen: Sobald ihr ein mulmiges Gefühl bekommt, untersucht dies. Warum kam dieser Gedanke plötzlich? Ist wirklich etwas vorgefallen oder spricht da nur die Verlustangst? In jedem Falle ist dann die beste Lösung: Es ansprechen. Wenn ihr hingegen das Gefühl habt, dass ihr es nicht ansprechen könnt, dann habt ihr eure Antwort eigentlich schon. Das Bauchgefühl sagt euch seit längerem bereits, dass da etwas im Argen ist. Und dann ist das mulmige Gefühl nicht der Auslöser, sondern ein Symptom.

Generell gilt, dass das Erkennen und Deuten der eigenen Gefühle unheimlich wichtig und hilfreich ist. Wir müssen lernen zwischen Angst und Bauchgefühl zu unterscheiden und die Ursachen verstehen.

Warum das Bauchgefühl richtig liegt

Wir nennen es Bauchgefühl, aber eigentlich stecken dort tatsächlich wissenschaftlich beobachtbare Reaktionen hinter. Der Mensch kann seine Umwelt viel feiner wahrnehmen, als ihm vielleicht oft bewusst ist – und das in Kombination mit bereits gemachten Erfahrungen ergibt ein sehr zutreffendes Bild für uns, welches hilft, richtige Entscheidungen zu treffen. Hättet ihr zum Beispiel gedacht, dass wir unsere eigene Gesundheit erstaunlich gut einschätzen können? Demnach kann unser Bauchgefühl uns sogar sagen, ob wir demnächst eine Erklärung bekommen, oder nicht.

Generell beruht die Theorie darauf, dass wir sogenannte „somatische Marker“ nutzen, um Entscheidungen zu treffen. Bestimme Situationen werden während der Erfahrung mit negativen oder positiven körperlichen Signalen versehen (Herzrasen, Bauchschmerzen etc.). Diese Erfahrungen bleiben erhalten. Geraten wir also in eine neue Situation, schätzten wir intuitiv ab, welcher Marker hier angebracht ist – und unser Körper reagiert dementsprechend.

Wie gesagt muss dann aber auch zusätzlich die objektive Bewertung einsetzen – denn wir sind alle nicht frei von negativen Erfahrungen, die uns mitunter übervorsichtig oder ängstlich haben werden lassen. Die Kombination aus Bauchgefühl und rationaler Einschätzung sorgt dann dafür, dass wir gute Entscheidungen treffen. Genaue Mechanismen und ausführlichere Erklärungen könnt ihr im Buch „Das Geheimnis kluger Entscheidungen“ nachlesen – empfehle ich für alle, die das Thema interessant finden.

Habt ihr schon mal nicht auf euer Bauchgefühl gehört und es danach bereut?

*Für die Fotos bedanke ich mich herzlich bei Timo!
**Der Link zum Buch ist ein Affiliate-Link

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2 thoughts on “Bauchgefühl vs. Angst

  1. L♥ebe was ist

    meine liebe Sarah,
    zu allererst mal, die Fotos sind ja der Hammer! es muss ganz schön spät geworden sein, als ihr geshootet habt … z.Z. wird es ja kaum dunkel abends 😉

    und was das Bauchgefühl angeht, habe ich auch schon so meine Erfahrungen sammeln dürfen/ müssen. sowohl die positiven, als auch die weniger positiven. ich habe aber doch das Gefühl, dass man das lernen kann, auf sein Bauchgefühl zu hören. denn vl sind die Entscheidungen, die wir nach dem Bauch treffen und die sich dann als weniger gut herausstellen, solche, die wir getroffen haben, weil wir das Bauchgefühl nicht richtig gedeutet haben?!

    ich wünsche dir einen wundervollen Start ins Wochenende meine Liebe,
    ❤ Tina von Liebe was ist
    Liebe was ist auf Instagram

    Antworten

    1. Sarah

      Oh ja, ich war seit Ewigkeiten nicht mehr so lange auf! Ich glaube zu Hause war ich um kurz vor 2 Uhr nachts 😀

      Das kann sehr gut sein, dass unsere Fehl-Bauchentscheidungen einfach auf einer falschen Interpretation beruhen! Daher ist es ja so spannend zu lernen, sich selber wieder mehr in der Hinsicht zu vertrauen. 🙂 Bei mir war es ganz oft so, dass ich im Nachhinein erst bewusst gemerkt habe, dass ich das schon die ganze Zeit im Gefühl hatte. Das typische „Hätte ich mal drauf gehört“ 😉

      Dir auch ein wunderbares Wochenende <3

      Antworten

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