Sportmotivation Apps

Vom Sportmuffel zum sportlichen Sportmuffel

„Hä?“, denkt ihr jetzt vielleicht. Ist sie nun sportlich oder nicht und wieso glaubt sie dann, mir etwas über Sportmotivation Apps erzählen zu können?

Ganz einfach: Weil ich ein absoluter Sportmuffel bin und es trotzdem beinahe täglich tue. Seit knapp einem halben Jahr mittlerweile.

Zugegeben habe ich das Glück schon immer dünn gewesen zu sein. Dünn, aber nicht trainiert. Etwas, das ich wütend akzeptieren musste, als mir ein Mann mal ein Bild der Rückseite eines Models schickte und „also wenn du trainierst, könnte dein Hintern auch so aussehen“ dazu schrieb. Ich wollte gerne morden, als ich das las. Vollkommen zurecht wie ich finde. Es gibt Dinge, die man aus Anstand einfach nicht sagt. Und erst recht nicht wenn es impliziert, dass irgendwas an jemandem nicht optimal sei.

Dass es mit dem Typen nichts wurde, muss ich nicht weiter erklären, denke ich. Aber mein Ehrgeiz war geweckt denn verdammt, ja! Ich denke schon, dass ich auch so einen Hintern haben könnte. So schwer kann das doch nicht sein etwas zu trainieren.

Das war nicht so schlau

Natürlich ist es schwer. Sport ist anstrengend und man schwitzt und am nächsten Tag hat man oft genug Muskelkater und verflucht die Welt dafür, dass man wie eine Witzfigur die Treppen hochhumpeln muss. Aber seien wir ehrlich: Sport ist auch ziemlich toll.

Zum Einen kann man wahnsinnig stolz auf sich sein, wenn man es denn durchgezogen hat. Dass man keuchend und erbärmlich schwitzend auf dem Boden sitzt, mag weniger sexy sein, zeigt einem dafür aber direkt, dass man etwas geleistet hat. Frei nach dem Motto: Wenn sonst schon alles schief geht, dann hat man doch wenigstens das geschafft.

Zum Anderen fühlt man sich einfach besser. Alle anderen Sportmuffel da draußen werden jetzt empört aufschreien. Schokolade macht auch, dass ich mich besser fühle. Meine Jogginghose zieh ich nur aufs Sofa an. Dieser Magerwahn unserer Zeit geht mir auf den Keks.

Dabei würdet ihr wirklich, ehrlich ziemlich schnell merken, dass es euch mit Sport sogar NOCH besser, als mit Schokolade geht (zumindest meistens. Manchmal hilft wirklich nur Schokolade).

Ein Beispiel: Ich bin morgens nie so richtig in die Gänge gekommen. Aus dem Bett schleppen, irgendwie fertig machen, zur Uni oder Arbeit hetzten, dort auf den Stuhl fallen und bis abends dort sitzen bleiben. In der Bahn dann wieder einen Sitzplatz erobert und zu Hause direkt aufs Sofa gefallen. Wie soll man da auch so richtig wach werden? Der Köper kommt nicht in Schwung und der Kopf hinkt dann auch hinterher. Seit ich morgens Sport mache, bin ich wirklich wach. Kein ins-Bad-schlurfen mehr. Kein halb Einschlafen auf der Arbeit. Ich bin einfach wach und geistig deutlich leistungsfähiger als ohne Sport am Morgen.

Achtung: Ist gut, wird besser

Und nicht nur das. Wenn man einmal angefangen hat und das mit dem Sport durchzieht, dann löst das unweigerlich früher oder später eine Kettenreaktion aus. Ich war riesiger Fan von Junkfood, Schokolade und Fertigpizza (gut, von Fertigpizza bin ich noch immer Fan). Ich war da sogar stolz drauf weil ich ja „trotzdem so dünn“ war. Nur war ich eben auch immer müde und mein Leben passierte irgendwo zwischen dem „ich muss wohl aufstehen“ und „wann kann ich wieder ins Bett?“ – um es mal überspitzt zu sagen.

Wer regelmäßig Sport macht, wird langsam feststellen, wie der Körper sich verändert. Der Bauch wird flacher, man sieht erste Muskeln. Aber irgendwann hat man das Gefühl nicht mehr weiter zu kommen. Und warum? Weil es ohne Ernährungsumstellung nicht weiter geht. Man fängt also an, mal die Pommes Currywurst weg zu lassen. Isst vielleicht eine Avocado auf dem Brötchen. Tauscht Brötchen irgendwann gegen Vollkornbrot. Vollkornbrot gegen Dinkelbrot… ihr versteht das System. Ohne es bewusst zu wollen und ohne es überhaupt schlimm zu finden, passt man seine Ernährung an.

Ehe man sich versieht, ist man so ein Hipster-Öko mit krass gesunder Ernährung und stahlharten Bauchmuskeln. Ich feiere ein wenig, dass mir das passiert ist, ohne, dass ich es geplant habe. (Pizza esse ich trotzdem noch einmal die Woche.)

Sportmotivation Apps

Wie gesagt ist es allerdings auch zwischendurch anstrengend. Und man hat keine Lust. „Heute bin ich zu müde“, „mein Bein tut weh“, „ich hab die Nacht so schlecht geschlafen“,… irgendwas ist immer. Damit man nicht dem inneren Schweinehund nachgibt (denn wenn man das einmal getan hat, ist es schneller aus, als man glaubt), gibt es ein paar Tricks.

Mir helfen zum Beispiel Apps ganz wunderbar.

Gehe ich joggen, so tracke ich meine Strecke und Geschwindigkeit mit Endomondo. Man kann Erfolge und Verbesserungen sehen und sich freuen, dass man vor zwei Monaten noch deutlich langsamer war.

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Raise the bar
Mache ich zu Hause Squats, Crunches und Co., dann halte ich die Anzahl mit „Raise the bar“ fest. Eine einfache App, in der man entweder Zeit mitlaufen lassen kann (zum Beispiel wenn man einen Plank macht), oder die Anzahl dokumentiert. Im Anschluss kann man seine Wochenstatistik sehen und immer weiter in die Vergangenheit zurück klicken. So sieht man stetig seinen Erfolg und kann sich darüber freuen, dass die Anzahl der geschafften Übungen immer weiter steigt.

Als letzter Tipp: Macht Bilder. Es wird Zeiten geben, in denen ihr das Gefühl habt, dass sich nichts mehr tut. Trotz regelmäßigen Trainings und trotz gesunder Ernährung. Dann hilft es wahnsinnig, sich noch einmal vor Augen zu führen, wie man vor einem, zwei oder sechs Monaten aussah. Auch bei mir kann man in den letzten 4 Monaten noch eine deutliche Veränderung sehen, selbst, wenn es sich nicht immer danach anfühlt.

Und was sind eure Tricks, um am Ball zu bleiben?


Zum Vergleich: Vor 4 Monaten und letzte Woche:
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7 thoughts on “Sportmotivation Apps

  1. Jil

    Cooler und motivierender Beitrag! Ich werde mir direkt den Wecker früher stellen, damit ich morgen früh vor der Arbeit noch eine Runde laufen gehe. Hast du auch eine App, die dich an den Sport quasi erinnert?
    Viele Grüße
    Jil

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    1. Sarah

      Yay, freut mich! Motiviert mich direkt zurück, wenn meine Beiträge was bewirken. 🙂
      Wünsche dir viel Spaß beim Sporteln!
      Achso und eine App, die mich erinnert, habe ich nicht. Das klappt eigentlich ganz gut so.

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  2. Jil

    Das sagst Du! Ich bräuchte, um am Ball zu bleiben, vermutlich einen Personal Trainer, der mich jeden Morgen aus dem Bett schmeißt 😀

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  3. Don't fuck a millionaire - Damn Charming

    […] der Hand habe, um genau das zu machen, was ich machen möchte. Ich muss nur den Auslöser drücken. Dran bleiben. Es clever anstellten. Und mir immer wieder Motivation und Unterstützung von anderen holen. Seit […]

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  4. Daniel

    Toller Bericht. Ich habe spät mit regelmäßigem Sport wieder angefangen und bin jetzt 50. Und Du hast 100% Recht. Man ist wacher. LG Daniel

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  5. Nadine von tantedine.de

    Danke für den Beitrag 🙂 Ich bin ernsthaft am überlegen, ob ich mir nicht auch eine App hole oder ein Programm für den Laptop. Ich springe von Zeit zu Zeit Seil aber ein paar gezielte Übungen wären echt super. Vor allem mit Motivation aus dem Handy 😉

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

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  6. Sich selbst lieben lernen - Body Positivity wird oft falsch verstanden

    […] und es fällt mir deutlich leichter, mit meinem Körper im Frieden zu sein. Ich habe durch den vielen Sport und meine Ernährungsumstellung erst angefangen zu begreifen, dass Körper wirklich, wirklich von […]

    Antworten

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