Bali Bucket List – 14 Tage alleine reisen

Bali Bucket List – 14 Tage alleine reisen

Dass  eine Bali Bucket List bei 14 Tagen Balireise nicht fehlen darf ist klar. Dabei habe ich absolut spontan und unüberlegt gebucht, habe bis heute keine große Ahnung von Bali, Indonesien oder überhaupt Asien.
Meine Fernreisen führten mich ja doch immer eher in Richtung Karibik, Asien fand ich zwar auf Bildern immer schön, aber hatte es dann doch nie so dringend, dort mal hin zu fliegen.
Trotzdem kam ich dann mit einer Bestätigung für 14 Tage in Seminyak aus dem Reisebüro. Puh. Und da ich alleine reise, gibt es einiges im Vorfeld zu beachten.
Die größte Frage aber war: Was erwarte ich überhaupt von dieser Reise?

Reisen, nicht urlauben

Ihr habt es vielleicht gemerkt – ich verkneife mir das Wort „Urlaub“, denn Urlaub will ich gar nicht machen. Seit meiner Solo-Reise in die Karibik habe ich ja doch den kleinen Abenteurer in mir entdeckt und muss sagen, dass ich einen gemütlichen Strandurlaub zwar zu schätzen weiß, mein Herz aber erst aufgeht, wann immer ich wirklich neue Eindrücke sammeln und etwas entdecken kann. Dass Bali mittlerweile sehr touristisch ist, dürfte demnach eine Schwierigkeit aber eigentlich auch nur eine Herausforderung sein.
Noch ganz auf der sicheren Seite habe ich jedenfalls schön pauschal ein Hotel für die gesamte Reisedauer gebucht. Extra nicht in Kuta und nicht in Depensar – wo es mit den Touristen am schlimmsten sein soll. Seminyak hingegen soll noch ganz erträglich sein. Außerdem liegt es gut als Ausgangspunkt für Tagesausflüge.

Bali ist gar nicht so groß

Denn das geht auf Bali wunderbar. Die Insel ist gar nicht so riesig, wie man meinen mag und motorisiert kommt man gut von einem Ende zum anderen. Schauen wir uns also erst einmal die Orte an, die spannend wären.

Tempel & Reis

An einem oder zwei Tagen werde ich mich von Seminyak auf den Weg Richtung Ubud machen. Mit dem Auto sollen das ca. 1 Stunde und 15 Minuten sein – was sogar noch mit dem Roller zu bewältigen ist. Von Ubud kommt man dann auch innerhalb von 30 Minuten zu spannenden Hotspots in der Umgebung.

Ubud

Wird immer und immer wieder empfohlen. In Ubud hat der Tourismus zwar dank „Eat, Pray, Love“ auch schon Einzug gehalten, aber von den großen Städten ist es noch die ursprünglichste Balis. Viele Tempel und der permanente Geruch von Räucherstäbchen sollen das Stadtbild prägen. Natürlich findet man hier auch den berühmten Affenwald, in dem die Affen die Touristen beklauen und alle das niedlich finden und tausend Fotos schießen. Extrem touristisch… aber seien wir ehrlich: In einem Affenwald rumlaufen und Affen fotografieren ist halt auch einfach cool. Ich befürchte, da komme ich auch nicht drum herum. Davon abgesehen interessiert mich aber die Stadt und deren nähere Umgebung selber. Ein wenig die Atmosphäre aufsaugen und probieren, von dem Räucherstäbchengeruch keine Kopfschmerzen zu bekommen. Abends vielleicht noch im Tempel einem traditionellen Tanz zuschauen.

Tegalalang

Auch die berühmten Reisterrassen werde ich mir auf jeden Fall anschauen. Asien ohne Reisterrassen wäre ja auch einfach so wie Paris ohne Eifelturm. Ach Moment, das habe ich bei meiner Parisreise sogar damals geschafft. 😉
Hätte ich einen Fotografen dabei, würde ich mir das typische Bild im Flatterkleid bei Sonnenaufgang auch nicht nehmen lassen. So schaue ich mal, mit was ich Vorlieb nehmen muss. Zumindest habe ich mittlerweile einige Male gelesen, dass vor allem auch die Dörfer in der Nähe der Reisterrassen einen Besuch Wert seien – dort wäre Bali tatsächlich nur ursprünglich und man könne endlich ohne tausende Touristen durchatmen. Klingt, als wäre es perfekt für meine Kamera und mich.

bali bucket list
Picture by Jeffri Jaffar | CC

Surfen und Cafés

In Canggu fühlt man sich sicherlich ein wenig wie in Australien. Hang loose. Surfen. Chillen. Falls es mich packt und ich mich doch mal aufs Surfbrett traue, werde ich das auf jeden Fall in Canggu machen. Man sagt so schön: Das frühere Kuta ist das heutige Seminyak und das frühere Seminyak ist das heutige Canggu. Hört sich ein wenig an wie eine Epidemie, die sich langsam über die Insel ausbreitet – von daher schnell sein und noch mal die Füße hochlegen, bevor man in die weiter entfernten Regionen flüchten muss, um seine Ruhe zu finden.

Picture by Sunova Surfboards | CC

Strände auf Bali

Apropos Strände: Dafür ist Bali jetzt mal gar nicht so bekannt. Es gibt viele, die sehr steinig sind und andere, die extrem überlaufen sind. Um einen ruhigen Strand zu finden, muss man mitunter doch einige abenteuerliche Wege auf sich nehmen und 20 Minuten mit dem Roller über eine Trampelpfad fahren. Hab ich mir aber als sehenswert notiert. Da bleibt nur noch die Frage, ob ich mich wirklich traue einen Roller zu mieten. Ist ja auf Bali generell easy und macht jeder – aber ich bin in meinem ganzen Leben noch nicht Roller gefahren und noch etwas skeptisch, ob ich das überleben werde.

Café-Hopping in Seminyak

In dem Ort, in dem mein Hotel steht, soll dann das volle Fressvergnügen stattfinden. Es soll unheimlich stylische Cafés und tolle Restaurants geben. Natürlich auf das westliche Publikum abgestimmt. So ganz bin ich deshalb auch noch nicht sicher, ob mir das gefallen wird. Ich weiß ein schönes Café im skandinavischen Stil durchaus zu schätzen – aber schon Antwerpen hat mich gelehrt, dass es auch eine absolute Reizüberflutung sein kann. Warten wir mal ab. Auch bin ich gespannt ob das Klischee stimmt und mehr Deutsche als Balinesen dort rumlaufen. Der Großteil wohl Entrepreneure, Digital Natives und gewöhnliche Urlauber.
Dass Seminyak voll im Weltgeschehen angekommen ist, sieht man übrigens zum Beispiel daran, dass dort internationale Musiker wie Hardwell und Nicky Romero sich dort zu Auftritten in den Clubs einfinden. Muss man mögen.

Alles Weitere

Abgesehen von den erwähnten Sehenswüirdigkeiten, interessiert mich natürlich auch die ganz typische Bali Experience. Meine bis heute schönste Erinnerung an den Karibikurlaub ist und bleibt zum Beispiel der Besuch einen Grundschule für Kinder ohne Papiere. Da habe ich mein Herz an die kleinen Jungs und Mädchen mit haitianischem Hintergrund verloren und bin noch immer hin und weg von ihrer Gastfreundschaft, der Neugier und wie viel Lebensfreude die Kinder trotz ihrer schwierigen Umstände haben. Am liebsten würde ich daher auch auf Bali einfach die echten Einwohner kennenlernen. Ich weiß noch nicht wie, aber etwas rumfahren und kleinere Orte ansteuern dürfte eine gute Strategie sein.

Tenganan

Ein absoluter Tipp, wenn man die ursprüngliche Kultur Balis entdecken möchte. Das kleine Bergdorf beheimatet Bewohner des Volkes der Bali Aga und lebt noch in prä-hinduistischer Kultur. Wenn das nicht spannend klingt, weiß ich auch nicht! Liegt ca. 2 Stunden mit dem Auto von Semiyak entfernt – hier mit dem Roller hin zu fahren, könnte schon etwas anstrengend werden. Da muss ich mal schauen, ob ich einen Fahrer bekomme.

Singaraja

Gebt es in der Google-Bildersuche ein und ich muss nicht weiter erklären, warum ich da unbedingt hin will. Wasserfälle. Dschungel. Weißer Sandstrand. Eigentlich habe ich mir Bali ganz genau so vorgestellt, bevor ich von den Touristenströmen im Süden gehört habe. Eine kleine Flucht in den Norden erscheint mir da also klug.

Berge oder Inseln?

Und dann stellt sich mir noch die Frage: Vulkane (Agung) anschauen? Gili-Inseln? Beides? So langsam habe ich das Gefühl, dass 14 Tage doch gar nicht genug für so viele aufregende Ziele sind – vor allem nicht, wenn ich  mir die Zeit nehmen möchte, tatsächlich nicht nur dort durch zu hetzen, sondern mir alles anzuschauen.

Picture by Roberto Trombetta | CC

Fahrer vs Roller

Gibt man bei Google „Fahrer Bali“ ein, ploppen einem direkt unzählige Angebote auf Deutsch und Englisch entgegen. Wie gut da welcher ist, kann ich jetzt natürlich noch nicht sagen – aber das Angebot ist riesig. Insgesamt kann man bei einem Tagesausflug (10 Stunden) mit 40-50€ für den Fahrer rechnen. Absolut günstig wenn man bedenkt, dass man dafür den ganzen Tag quer über die Insel und zu allen Wunschzielen kutschiert wird.

BaliMadeTour

BaliFahrer

Der Roller hingegen lohnt sich sicher, wenn man nur kurze Strecken fahren und auf eigene Faust etwas erkunden will. Wie bereits gesagt bin ich da etwas ängstlich, aber werde mich da mal vorsichtig rantasten und schauen, dass ich vielleicht bis nach Ubud damit komme, um später in der Umgebung die Reisterrassen und Dörfer erkunden zu können.

 

Wart ihr schon auf Bali?
Was habt ihr gesehen, was wollt ihr unbedingt sehen?

Header Foto von Selamat Made | CC

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10 thoughts on “Bali Bucket List – 14 Tage alleine reisen

  1. Mona

    Hey Sarah,
    das ist ja mal ein starker Bericht und so tolle Bilder! Ich komme direkt ins Schwärmen und würd am liebsten gleich die Koffer packen. War noch nie auf Bali. Und merke: Zeit wird`s!
    Danke für den großartigen und kurzeiligen Bericht!
    Liebe Grüße
    Mona

    Antworten

  2. L♥ebe was ist

    meine Liebe, i
    ich fiebere ja schon mit dir auf diese Reise hin 🙂 Bali steht definitiv auch noch auf meiner Reiseliste nachdem es mich schon nach Indien und Nepal in den vergangenen Jahren verschlagen hat.
    alleine zu reisen ist eine riesen Bereicherung wie ich finde und auch wenn man sich eine List macht, entdeckt man am Ende noch sooo viel mehr!
    Surfen und die vielen Cafés, darauf bin ich aber auch gespannt – bin sicher du wirst uns auf dem Laufenden halten 🙂

    komm gut ins Wochenende meine Liebe und ganz bald,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com

    Antworten

  3. Lena

    Hi liebe Sara
    Bis vor kurzem war Asien auch nicht wirklich auf meiner Liste, doch jetzt möchte ich unbedingt eine Reise nach Indonesien wagen. Alleine zu reisen ist eine riesige Bereicherung auch wenn ich es nur noch selten mache. Lieben Dank für diesen Guide/diese Bucket Liste. Das mit dem Fahrer muss ich mir auf jeden Fall merken, die kennen bestimmt auch noch den ein oder anderen Geheimtipp.

    Alles Liebe Lena

    Antworten

  4. Natalia

    Was für wunschrschöne Bilder. Ich bewundere Menschen, die gerne auch mal allein die Welt entdecken. Ich bin leider so ein kleiner Angsthase, aber entdecke die Welt gern mit anderen mit. Freue mich schon auf weitere Berichte.
    LG
    Natalia

    Antworten

  5. Sigrid Braun

    Ein toller Bericht und schöne Bilder, Asien ist nicht unbedingt mein Reiseziel. Ich bewundere deinen Mut diese Reise alleine anzutreten, ich würde mich das nicht trauen.
    Ich wünsche dir viele tolle Eindrücke und freue mich auf interessante Artikel.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    Antworten

  6. Nadine von tantedine.de

    Alleine reisen könnte ich nicht weil ich zu gerne mit meinem Lieblingsmenschen zusammen reise. Auf Bali waren wir tatsächlich noch nicht, und viel mit dem Ziel habe ich mich auch noch nie auseinandergesetzt. Darum weiß ich gar nicht, was ich dort machen wollen würde. Du hast aber schon sehr ausfühlich vieles Beschrieben 🙂

    Liebe Grüße
    Nadine von tantedine.de

    Antworten

  7. Sandra | Zart wie Federblümchen

    Guten Abend,
    für mich wäre alleine reisen auch nicht wirklich etwas. Ich würde zwar gerne, traue es mir aber nicht zu. Danke dir für deinen tollen Bericht und die tollen Bilder.

    Liebste Grüße,
    Sandra.

    Antworten

  8. Karolina

    Ich war auf Bali, das ist aber ewig her. da war ich damals noch klein und bin mit meinen Eltern auf Urlaub gewesen. Ich kann mich aber erinnern, dass Bali wirklich sehr schön war und auch die Strände waren ein Traum.
    glg Karolina
    https://kardiaserena.at

    Antworten

  9. steffen

    Hallo Sara,

    das sind wirklich tolle Bilder und ein toller Bericht. Du genießt meinen absoluten Respekt dich alleine auf den Weg zu machen. Da komm ich direkt ins Träumen. Ja, ich könnte auch mal ausbrechen und was neues entdecken.

    Liebe Grüße Steffen

    Antworten

  10. Avaganza

    Ich war noch nie auf Bali, aber das ist schon ewig auf meiner persönlichen Bucket List. Ich möchte da so gerne mal hin, vor allem wenn ich deinen Beitrag lese und deine Fotos anschaue. Ich hoffe es klappt bald einmal.

    Liebe Grüße
    Verena

    Antworten

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